Reha für Tochter abgelehnt! Brauche Eure Hilfe wg. Einspruch

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freggel1971
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Reha für Tochter abgelehnt! Brauche Eure Hilfe wg. Einspruch

Beitrag von freggel1971 »

Guten Abend,

hatte nun bei der Rentenversicherung einen Antrag auf Kinder-Reha gestellt wegen der Skoliose meiner Tochter - abgelehnt....So ein Mist :< , eigentlich wollte ich sie in den Herbstferien nach Bad Salzungen schicken, das kann ich mir jetzt wohl abschminken, eh die den Einspruch bearbeiten.....

hat jemand ne Idee, was ich wirkungsvolles in den Einspruch schreiben könnte?

Vielen Dank schon mal an :)
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Silas
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Beitrag von Silas »

Hallo Freggel,

wichtig ist, dass Du innerhalb 1 Monats Widerspruch einlegst - falls das jetzt schon zeitlich eng wird, erst einmal formlos mit Hinweis, dass Begründung folgt.

Oft reicht allein der Widerspruch aus, um doch noch eine Genehmigung zu erreichen.

Um Dir hierbei aber konkret helfen zu können, benötigen wir Rahmeninfomationen, v.a.:

- Was hast Du im Antrag geschrieben
- Wie lautet die genaue Dignose Deiner Tochter
- Wie wird sie bisher behandelt und welche Auswirkungen hatte das
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Beitrag von minimine »

Hallo Freggel,
ich hab mir nochmal deine alten Beiträge bzw. die Diskussion damals angeguckt.

Was ist denn der Grund für die Ablehnung?

Das Problem dabei ist ja, dass deine Tochter noch keine 14 ist und somit Bad Salzungen über die Rentenversicherung wegfällt. Ist das der Grund für die Ablehung und ihr habt eine andere Klinik genehmigt bekommen oder wurde die Reha komplett abgelehnt??

Bei ersterem kommt es dann darauf an, welche Klinik ihr stattdessen genehmigt bekommen habt.
Wenn die Reha komplett abgelehnt wurde, dann solltest du auf jeden Fall Widerspruch einlegen. Dazu solltest du dir auch ein Widerspruchsattest vom Arzt holen, aus dem die Notwendigkeit nochmal deutlich hervorgeht.

Keine Sorge, deine Tochter kommt schon noch zur Reha. :) Manchmal dauerts nur etwas länger. :/

LG
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Beitrag von freggel1971 »

also die Reha wurde komplett abgelehnt. Begründung:

"Nach § 31 bs. 1 Satz 1 Nr. 4 des 6. Buchs Sozial...blah...blah.... werden Kinderrehabilitationen nur erbracht, wenn zu erwarten ist, dass hierdurch eine erhebliche Gefährdung der Gesundheit beseitigt oder eine beeinträchtigte Gesundheit des Kindes wesentlich gebessert oder wiederhergestellt werden kann und dies Einfluss auf die spätere Erwerbsfähigkeit haben kann. Nach unseren Feststellungen liegen diese Voraussetzungen bei Ihrem Kind nicht vor."

Im übrigen habe ich bei der Deutschen RV Mitteldeutschland den Antrag gestellt, da geht Bad Salzungen vor dem 14. Lebensjahr, wenn Dt. RV Bund, dann geht nur Bad Sobernheim - das soll einer verstehen was. In der Beziehung haben wir ja Glück, dass wir eben RV Mitteldeutschland sind.
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@Silas

Beitrag von freggel1971 »

Hallo,
nun will ich Dir mal schnell antworten:

Also ich schreib mal kurz die Eckdaten aus unserem letzten Orthopädenbefund raus:

"Dauerdiagnose: gesichert Idiopathische Skoliose beim Jugendlichen: Thorakolumbalbereich"

"Aktueller Befund:
BG, ger. LW li. und Ribu re., Haltungsschwäche bei musk. Dysbalancen Rumpf"

Therapie: Beratung - KG - Kontrolle 6 Mon."
Dieser Befund war im Juni 2010. Davor waren wir im April 2009 bei einem anderen Orthopäden, der hat ganz viel geschrieben so z. B. "idiopathische dorsal rechtskonvexe Adoleszentenskoliose, muskuläre Dysbalance,
Therapie: zunächst keine gezielte Therapie erforderlich. !!!!! Er hatte auch geröntgt und meinte unter 20 °.
Ich hatte dem vertraut und habe über ein Jahr verstreichen lassen und habe mir eben diesen neuen Orthopäden gesucht. Der hat allerdings auch nicht geröntgt, er will das Kind nicht unnötig belasten mit dem Röntgen, er hat sie gründlichst untersucht und gemeint, Röntgen wäre erst mal nicht nötig, weil er sieht es auch so, dass es unter 20° sind - Röntgenblick

aber was er als erstes sagte, da muss sie KG nach Schroth machen und ne Kur in Bad Sobernheim oder Bad Salzungen wäre auch ratsam, na immerhin versteht er davon was. Das kommt ja unter den Orthopäden anscheinend auch nicht so häufig vor.
Was ich in den Antrag geschrieben habe, weiß ich nicht, weil ja die ärztlichen Kommentare und Befunde mein Kinderarzt dazu ergänzt hat. Dazu haben wir die beiden Befunde vom Orthopäden mit geschickt.

Wir machen nun seit Mai zwei Mal die Woche KG nach Schroth bei einer ausgebildeten Therapeutin, aber ich denke auch, das reicht nicht aus, um das zu lernen. Sie macht zwar jeden Tag auch zu Hause die Übungen, aber ob sie das richtig macht, kann ich leider nicht kontrollieren, weil ich hinter das System Schroth auch noch nicht gestiegen bin.
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Beitrag von minimine »

Hallo freggel,

also die komplette Ablehnung verstehe ich jetzt nicht. :/ Kann es vielleicht sein, dass dieser etwas "schwammige" Befund auch dazu beigetragen hat? Es fehlen die Gradzahlen, die die Ausprägung der Skoliose verdeutlichen würden.
Wenn euch allerdings der Arzt schon beim Antrag unterstützt hat, dann holt euch doch noch von ihm ein Attest für den Widerspruch ab, aus dem nochmal die Notwendigkeit in eurem Fall hervorgeht.

Wünsche euch noch viel Erfolg. :kleeblatt:

LG
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Beitrag von Silas »

Über solche Wischiwaschi-Diagnosen könnte ich mich echt aufregen :angry:

Die Gutachter scheinen gewisse Stichworte zu benötigen, um daran ihre Positiventscheidung aufhängen zu können. Das kann ich auf der einen Seite auch verstehen, da es leider genug Menschen gibt, die sich über eine Reha etwas Extraurlaub verschaffen wollen (in meiner ersten katastrophalen Reha, habe ich solche Personen zu Genüge kennenlernen müssen...).

Also, geht auf jeden Fall noch einmal zum Arzt, versucht ihn auf eine präzisere Diagnose festzunageln (hilfreich wären hier Gradzahlen).
Und ganz wichtig: bittet ihn darum, dass er eine Verschlechterung prognostiziert und möglichst darauf hinweist, dass dieser mit Reha entgegengewirkt werden kann.
Wenn z.B. Schmerzen oder andere Einschränkungen bestehen, gebt auch das an.

Wie gesagt, oft hilft allein ein Widerspruch (habe schon erlebt, dass es noch nicht einmal einer Begründung bedurfte...). Wenn dieser gut begründet ist, solltet ihr gute Chancen haben.
Ihr könnt dabei z.B. auch darauf eingehen, dass die ambulante Schroth-KG hilfreich ist, aber die Therapeutin eine Intensivreha für notwendig hält, dass sich muskuläre Beschwerden durch die Dysbalancen in letzter Zeit mehren - vielleicht kannst Du noch etwas mehr dazu schreiben, was Euch an Symptomen aufgefallen ist. Es gibt natürlich auch viele Skoliosen, die absolut beschwerdefrei verlaufen.
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Beitrag von Lenaluna »

Hallo freggel1971,

Silas und Minimine haben Recht! So schnell wie möglich Einspruch einlegen! M. E. reicht Deine Aussage:

"Dauerdiagnose: gesichert Idiopathische Skoliose beim Jugendlichen: Thorakolumbalbereich"

als Begründung aus!

Denn Voraussetzung nach § 31 SGB VI ist eine schwere chronische Erkrankung. Vielleicht schafft der Arzt, der die Reha vorgeschlagen hat, die ohnehin schon heftige Skoliose noch ein wenig "auszuschmücken". Eine andere Möglichkeit sehe ich darin, dass Du im Internet nach Veröffentlichungen über diese Erkrankung suchst (Skoliose hat ja in solchen Fällen immer einer negativen Zukunftsverlauf :D ) und die in Deinem Anschreiben mit anführst.

Die "Wischi-Waschi-Diagnose" verstehe ich auch: da will sich wohl mal wieder ein Doc nicht die Pfoten verbrennen (sprich: mit dem Kostenträger anlegen).

Ich hoffe, dass Du den Widerspruch schnell durch bekommst und Deiner Tochter geholfen wird!

LG
Lenaluna
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