Gibt es eine zu bewegliche Wirbelsäule?

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
Antworten
Ricky
treues Mitglied
treues Mitglied
Beiträge: 478
Registriert: Mi, 20.07.2011 - 19:06
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Hyperkyphose 65°
leichte Skoliose
Zustand nach Morbus Scheuermann
Keilwirbel
Schmorlsche Grundplattenimpressionen
Beckenschiefstand
Therapie: erstmal dehnen...
...immer noch dehnen
Reha Febr. 2012 Bad Salzungen
Wohnort: Baden-Württemberg

Gibt es eine zu bewegliche Wirbelsäule?

Beitrag von Ricky »

Hallo,

ich weiß, dass mein Bindegewebe zu schwach ist, weswegen ich wohl auch einige Hernien habe.
Zu dem notierte ein Arzt einmal als Nebenbemerkung eine Hypermobilität in einem Arztbrief.

Nun hatte ich direkt bei meiner Krümmung schon sehr lange das Gefühl, dass sich dort die Wirbel nicht gut bewegen.Es fühlte sich zunehmend steif an. Deswegen war ich auserordentlich erleichtert, als einer der Therapeuten diese Stelle mobilisierte.Zudem hatte ich gerade wieder massive Verspannungen im Schulter/Nackenbereich.
Nach dieser Behandlung spürte ich gleich, dass sich die Wirbel besser anfühlten und ab diesem Zeitpunkt konnte ich erstmal aktiv, bei verschiedenen Übungen, auch diese Stelle über das Brustbein nach vorn drücken.Zwar schwer und ich brauchte immer eine Weile, manchmal mußte auch erstmal ein Therapeut diese Stelle leicht drücken, aber es ging.

Diesen Erfolg erzählte ich einem anderen Therapeuten, der daraufhin meinte, diese Mobilisierung hätte er nicht gemacht, weil ihm bei mir schon des öfteren eine sehr starke Beweglichkeit in der Wirbelsäule aufgefallen sei.
Was genau bedeutet das dann und warum sollte man hier nicht mobilisieren?
Ich denke,es einfach steif zu lassen wäre doch auch keine Alternative.
Er sagt, das hätte sich von alleine gegeben, aber wenn man dieses Gefühl der Einschränkung schon so lange hat...?
Ich könnte mir täglich eine solche Behandlung vorstellen, ebenso wie dieses Lösen der Verspannungen, die sehr effektiv sind - aber wie mich die Ärztin folgerichtig fragte -"Wie lange" *seufz*

Aber noch einmal auf meine Frage zurück - gibt es eine zu bewegliche Wirbelsäule und was hätte das konkret für Auswirkungen auf meine Hyperkyphose/Lordose?

LG
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15281
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Re: Gibt es eine zu bewegliche Wirbelsäule?

Beitrag von Klaus »

Hallo Ricky,

Grundsätzlich ist es ja so, dass die Stabilisierung vor der Mobilisierung kommt. Da hat sich allerdings in letzter Zeit wohl die Denkweise etwas geändert. Die Mobilisierung, die ja eigentlich kontraproduktiv bei Fehlstellungen sein kann, wird nicht mehr so streng eingeschränkt gesehen. So habe ich jedenfalls Dr. Steffan beim Forumstreffen in Bad Sobernheim in Erinnerung.

Die Therapeuten haben darüber offensichtlich noch unterschiedliche Meinungen. Wenn Du sowieso eine hypermobile Wirbelsäule haben solltest, ist natürlich die Gefahr gross, dass die Korrekturen zwar gut wirken, Du aber ausserhalb der "Korrekturzeiten" wieder schnell zurückfallen kannst.

minimine kann Dir zur Hypermobilität sicherlich einiges sagen, wenn ich das richtig in Erinnerung habe?

Gruss
Klaus
Ricky
treues Mitglied
treues Mitglied
Beiträge: 478
Registriert: Mi, 20.07.2011 - 19:06
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Hyperkyphose 65°
leichte Skoliose
Zustand nach Morbus Scheuermann
Keilwirbel
Schmorlsche Grundplattenimpressionen
Beckenschiefstand
Therapie: erstmal dehnen...
...immer noch dehnen
Reha Febr. 2012 Bad Salzungen
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Gibt es eine zu bewegliche Wirbelsäule?

Beitrag von Ricky »

Hi klaus,
Klaus hat geschrieben:, dass die Korrekturen zwar gut wirken, Du aber ausserhalb der "Korrekturzeiten" wieder schnell zurückfallen kannst.
ahh, dass habe ich mir gedacht.
Damit wäre auch vielleicht zu erklären,dass ich meine bessere Haltung nur sehr schwer halten kann.Alles, wirklich alles zieht mich ins Krumme zurück und alleine mit meinen Muskel schaffe ich das nicht.
Zumal ich befürchte, dass diese ständig notwendige Anspannung meiner Muskel sehr schnell zu den blöden Verkrampfungen führen.
Wäre ja logisch, oder?
Wenn die Wirbelsäule sehr beweglich ist, müssen die Muskeln immer angespannt sein und das strengt die natürlich auch an...:-)

Werde das morgen im Schlussgespräch mit meiner Ärztin nochmal durchgehen.

Zur Mobilisierung habe ich mich dann mit dem kritischenTherapeuten darauf geeinigt, dass hier der Grundsatz "was hilft ist gut" wirkt :-)

LG
minimine
Co-Admin
Co-Admin
Beiträge: 6145
Registriert: So, 17.02.2008 - 13:21
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Skoliose
Therapie: 3x Reha (2005, 2007, 2009),
Cheneau-Korsett 12/2006-01/2008,
Rahmouni-Korsett 02/2008-10/2015
Kontaktdaten:

Re: Gibt es eine zu bewegliche Wirbelsäule?

Beitrag von minimine »

Hallo Ricky,

wie Klaus schon andeutete, kann ich auch ein Lied davon singen. :/
Ich habe auch eine diagnostizierte Bindegewebsschwäche und bei mir viel auch irgendwann mal das Wort "Hypermobilität", wobei ich das Gefühl habe, dass hier die Übergänge zwischen einfach guter Beweglichkeit und Überbeweglichkeit fließend sind und einige das dann einfach Hypermobilität nennen.
Nun hatte ich direkt bei meiner Krümmung schon sehr lange das Gefühl, dass sich dort die Wirbel nicht gut bewegen.
Das passt dann aber nicht wirklich zur Hypermobilität bzw. hast du nicht auch geschrieben, dass du stark verkürzte Muskulatur hast? Auch das würde in deinem Fall eigentlich nicht passen. Kommst du im Stand bei durchgestreckten Beinen mit den Handflächen auf den Boden? Das ist eigentlich ein ganz guter Test um die Beweglichkeit der Wirbelsäule zu testen.
Vielleicht hast du eher Blockaden, die dir das Gefühl geben, dass da was "versteift" im Sinne von blockiert ist?! Das wiederum kommt bei zu mobilen Menschen gerne mal vor.
Was genau bedeutet das dann und warum sollte man hier nicht mobilisieren?
Grundsätzlich muss man hier unterscheiden. Wie Klaus schon angesprochen hat, war früher die Mobilisierung von Skoliotikern (ich glaube man muss hier bestimmt auch nochmal zur Hyperkyphose unterscheiden!) geradezu verteufelt. Das Blatt hat sich ein wenig gewendet, was allerdings für normal-bewegliche bis teilfixierte Krümmungen gilt. Wenn man aber schon sehr mobil und flexibel ist, dann gilt das auch weiterhin. Ich durfte in Sobernheim nichts mobilisierendes mehr machen, keine Raupe, keine Beinrückseitendehnung, kein Bending, kein schräger Zug und bei den Übungen im Prinzip auch gar nicht aktiv korrigieren (die kleinste Korrekturbewegung sorgt bei mir für eine optische Überkorrektur), ansonsten wäre das auch wieder Mobilisierung.

Das Problem dabei ist auch, dass man mit einem schwachen Bindegewebe von vornherein viel schwieriger Muskulatur aufbaut und mir hat man dann erklärt, dass der Faktor Mobilisierung nicht von der Muskulatur aufgefangen werden kann, wie das normalerweise der Fall wäre.
Ich könnte mir täglich eine solche Behandlung vorstellen, ebenso wie dieses Lösen der Verspannungen, die sehr effektiv sind - aber wie mich die Ärztin folgerichtig fragte -"Wie lange" *seufz*
Also wenn du damit meinst, dass dir dadurch die Blockaden gelöst werden, dann solltest du in der Tat sehr vorsichtig sein. Denn das Lösen geschieht ja wiederum mit Mobilisierung, was dann einer notwendigen Stabilisierung eher im Weg stünde.
Natürlich ist es aber notwendig eine Blockade zu lösen, wenn die Schmerzen zu stark sind. Ich hatte vor meiner Korsettbehandlung oft solche Blockaden, die zu Atembeschwerden und starken Schmerzen führten und letztendlich hat dann auch immer nur das Lösen geholfen.
Aber noch einmal auf meine Frage zurück - gibt es eine zu bewegliche Wirbelsäule und was hätte das konkret für Auswirkungen auf meine Hyperkyphose/Lordose?
Ja, es gibt eine zu bewegliche Wirbelsäule. Die Auswirkung wäre, dass du einmal schlechter die Korrektur halten kannst und schlimmer, sich die Krümmung auch schneller verschlechtern kann.
Bei mir z.B. hat man bei meinen ersten beiden Schroth-Rehas darauf nur wenig geachtet, was ich heute für die starke Verschlechterung auch verantwortlich mache. Man hat damals nur gesehen, dass ich gut korrigierbar bin, hat auch den Begriff Hypermobilität verwendet, wurde aber gleichzeitig so stark korrigiert, dass es wirklich immer aussah, als ob ich die Skoliose nun auf der anderen Seite hatte. Halten konnte ich das natürlich nie. Erst während der dritten Reha ist das dann aufgefallen und wurde geändert, leider halt viel zu spät. Daher kann ich dir nur raten, selbst aufzupassen, dass man dich nicht zu stark mobilisiert, sondern du eher stabilisierst. In Sobernheim gibt es da auch eine Kleingruppe mit Stabilisationsübungen, soweit ich das in Erinnerung habe, macht man das in Salzungen auch in den Gruppenstunden ab und zu mit. Es gab damals auch so einen Zettel mit der Erklärung der Übungen, vielleicht gibt es das noch, frag doch mal danach, solange du noch dort bist.
Zur Mobilisierung habe ich mich dann mit dem kritischenTherapeuten darauf geeinigt, dass hier der Grundsatz "was hilft ist gut" wirkt
Damit solltest du aber auch vorsichtig sein. Ich denke da an viele, die allein durch Sport (und den dadurch ausgeschütteten Endorphinen) ein gutes Gefühl haben. Das muss aber noch lange nicht positiv für die Krümmung sein. Bzw. in meinem Fall hab ich auch lange so gedacht, was Schroth anbelangt. Ich fühlte mich besser, meine Schmerzen waren auch weg, nur dafür hatte ich dann 20° mehr!!

LG
Minimine
LG
Minimine

Lerne von gestern, lebe und wirke im heute und hoffe für die Zukunft.
Albert Einstein
Ricky
treues Mitglied
treues Mitglied
Beiträge: 478
Registriert: Mi, 20.07.2011 - 19:06
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Hyperkyphose 65°
leichte Skoliose
Zustand nach Morbus Scheuermann
Keilwirbel
Schmorlsche Grundplattenimpressionen
Beckenschiefstand
Therapie: erstmal dehnen...
...immer noch dehnen
Reha Febr. 2012 Bad Salzungen
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Gibt es eine zu bewegliche Wirbelsäule?

Beitrag von Ricky »

Hi Minimine,

zuallererst vielen Dank für Deine Mühe, so toll auf meine Frage einzugehen :-)
minimine hat geschrieben: Ich habe auch eine diagnostizierte Bindegewebsschwäche
gleichmal eine andere Frage...wie wurde bei Dir das diagnostiziert?
Bei mir wurde es immer erwähnt, vermutet etc...
und bei mir viel auch irgendwann mal das Wort "Hypermobilität", wobei ich das Gefühl habe, dass hier die Übergänge zwischen einfach guter Beweglichkeit und Überbeweglichkeit fließend sind und einige das dann einfach Hypermobilität nennen.
mhmm, dass kann ich auch bestätigen. Ich war immer sehr sportlich und etwas davon bleibt natürlich auch im höheren Alter...
Das passt dann aber nicht wirklich zur Hypermobilität bzw. hast du nicht auch geschrieben, dass du stark verkürzte Muskulatur hast?
die verkürzte Muskulatur ist an bestimmten Stellen und ich denke, dieses Gefühl, dass die WS dort nicht gut beweglich ist, hing tatsächlich mehr mit einer Blockade zusammen.
Der Therapeut meinte auch, dass es beim Massieren überall knackst und viele solche Verspannungsknoten seien.
Jetzt spüre ich eben etwas verunsichert, dass ich selbst aktiv meine Wirbelsäule durch das Üben direkt nach vorne biegen kann , da wo üblicherweise immer eine normals Kyphose sein sollte...
so wie Du es beschreibst habe ich das Gefühl, nun ist es etwas zu viel... :eek:
Auch bei der einen Atemübung in der man auf allen vier kniet, mußte ich meine Beine bis zum Bauch anziehen, um aus meinem Hohlkreuz rauszukommen.


Kommst du im Stand bei durchgestreckten Beinen mit den Handflächen auf den Boden? Das ist eigentlich ein ganz guter Test um die Beweglichkeit der Wirbelsäule zu testen.
als ich im Training war, konnte ich das knapp und wenn ich mich sehr gut dehne klappt es auch wieder annähernd, nicht mit der ganzen Hand, aber mit den Fingern und je mehr ich dehne umso mehr.... Im Normalfall bleibe ich aber deutlich vorher stecken...
dafür kann ich mich aber z.B. auf den Boden setzten und meine Beine rechts und links angewinkelt ablegen, so dass die Füße den Po berühren und mich dazu hinlegen.Oder beim Kickboxen konnte ich ohne Probleme aus dem Stand einem großen Mannins Gesicht kicken. Oder die Daumen bis zum Unterarm biegen etc...daran wurde die Hypermobilität festgemacht...
Vielleicht hast du eher Blockaden, die dir das Gefühl geben, dass da was "versteift" im Sinne von blockiert ist?! Das wiederum kommt bei zu mobilen Menschen gerne mal vor.
genau das meine ich und Blockaden habe ich immer einige, vorallem im Genick und im Rücken.
Wenn man aber schon sehr mobil und flexibel ist, dann gilt das auch weiterhin. Ich durfte in Sobernheim nichts mobilisierendes mehr machen, keine Raupe, keine Beinrückseitendehnung, kein Bending, kein schräger Zug und bei den Übungen im Prinzip auch gar nicht aktiv korrigieren (die kleinste Korrekturbewegung sorgt bei mir für eine optische Überkorrektur), ansonsten wäre das auch wieder Mobilisierung.
mhmm..das mache ich alles...ich werde den einen Therapeuten noch mal darauf ansprechen.Mal schauen was er meint...
Das Problem dabei ist auch, dass man mit einem schwachen Bindegewebe von vornherein viel schwieriger Muskulatur aufbaut und mir hat man dann erklärt, dass der Faktor Mobilisierung nicht von der Muskulatur aufgefangen werden kann, wie das normalerweise der Fall wäre.
das leuchtet mir ein.
Natürlich ist es aber notwendig eine Blockade zu lösen, wenn die Schmerzen zu stark sind. Ich hatte vor meiner Korsettbehandlung oft solche Blockaden, die zu Atembeschwerden und starken Schmerzen führten und letztendlich hat dann auch immer nur das Lösen geholfen.
genau das Gefühl hatte ich auch.Tatsächlich lösen sich manche Verspannungen nach einer Weile, v.a wenn ich mich einreibe, bade, oder auch nach einem Schlaf.Aber dieses Gefühl genau an dieser Stelle ging eben nie weg, was mir zum Teil richtig brennende Schmerzen an der Muskulatur bescherte.Und auch als ich bei dem ersten Orthopäde war, hatte er durch verschieden (wild aussehende) Griffe an mir, meine ganze Knochen zum knacken gebracht. Ich hatte solche Schmerzen im Genick, die dann weg waren.
Aber leider kommen sie immer wieder :(
Daher kann ich dir nur raten, selbst aufzupassen, dass man dich nicht zu stark mobilisiert, sondern du eher stabilisierst. In Sobernheim gibt es da auch eine Kleingruppe mit Stabilisationsübungen, soweit ich das in Erinnerung habe, macht man das in Salzungen auch in den Gruppenstunden ab und zu mit. Es gab damals auch so einen Zettel mit der Erklärung der Übungen, vielleicht gibt es das noch, frag doch mal danach, solange du noch dort bist.
also Stabilisierungsübungen habe ich zumindest bewußt nie welche gemacht. Auch da werde ich einmal nachfragen.
Das muss aber noch lange nicht positiv für die Krümmung sein. Bzw. in meinem Fall hab ich auch lange so gedacht, was Schroth anbelangt. Ich fühlte mich besser, meine Schmerzen waren auch weg, nur dafür hatte ich dann 20° mehr!!
oje, dass ist aber mehr als blöde...
ich weiß jetzt gar nicht mehr,machst Du noch Schroth oder überhaupt nicht mehr?
Ausser dem Korsett, was machst Du denn noch?

Ansich denke ich, hilft mir das Schrothen sehr, eben weil ich das Gefühl habe, schon jetzt wesentlich aufrechter zu sein.Aber dieses Aufrechte zu halten ist enorm anstrengend und überschreitet meine derzeitige Muskelkraft absolut.

Lieben Gruß
und nochmals herzlichen Dank :-)
minimine
Co-Admin
Co-Admin
Beiträge: 6145
Registriert: So, 17.02.2008 - 13:21
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Skoliose
Therapie: 3x Reha (2005, 2007, 2009),
Cheneau-Korsett 12/2006-01/2008,
Rahmouni-Korsett 02/2008-10/2015
Kontaktdaten:

Re: Gibt es eine zu bewegliche Wirbelsäule?

Beitrag von minimine »

Hallo Ricky,
gleichmal eine andere Frage...wie wurde bei Dir das diagnostiziert?
Bei mir wurde es immer erwähnt, vermutet etc...
eine Hautärztin/Phlebologin hat das festgestellt. Ich habe auch andere "Anzeichen", wie öfters mal Ödeme in den Beinen oder die "schicke" Orangenhaut.
so wie Du es beschreibst habe ich das Gefühl, nun ist es etwas zu viel...
Hör da einfach auf dich selbst. Bei mir war es so, dass man mich ja während der Reha immer total überkorrigiert hat, dann Zuhause bei meinem ambulanten Schroth-Therapeuten hielt dieser das für total falsch. Bei der letzten Reha hab ich dann mal mit einem Therapeuten über die Meinung meines amb. Physios gesprochen und der meinte sogar, das sei alles Käse was der mir erzählt. Bis mich dann eine andere Therapeutin in Sobernheim, der diese Überkorrigiererei auch nicht gefiel, zum Cheftherapeuten brachte und dieser mich nochmal "inspizierte" und siehe da, mein amb. Physio hatte gar nicht unrecht.
ich weiß jetzt gar nicht mehr,machst Du noch Schroth oder überhaupt nicht mehr?
Ausser dem Korsett, was machst Du denn noch?
Nein, ich mache schon seit 2 Jahren kein Schroth mehr. Ich stand ja selbst nach den Übungen schiefer als vorher. Es hat mir also rein gar nichts gebracht. Wobei ich auch dazu sagen muss, dass mein Körpergefühl absolut miserabel ist (wurde aber mittlerweile etwas besser). Ich habe nie irgendeine Aufrichtung gespürt oder fühlte mich irgendwie gerade oder krumm. Es war einfach immer das gleiche Gefühl. Natürlich habe ich einen Unterschied gesehen, wenn ich während der Übungen in den Spiegel geguckt habe, aber wie du auch sagst, kaum dreht man sich um oder denkt an was anderes war die Korrektur natürlich weg.

Im Moment mache ich auch gar nichts. Bin leider auch nicht gerade ein Sportfan, irgendwie ist mir da alles zu monoton und langweilig. Habe mir aber vorgenommen, mir etwas zu suchen, was mir Spaß machen könnte, vielleicht im tänzerischen Bereich (hab ich als Jugendliche schonmal), und dann ganz bewusst mal nicht erst danach zu fragen, ob es denn für den Rücken gut ist.
Ansonsten gönne ich mir hier und da mal eine Massage und ich habe mir vorgenommen mal zum Osteopathen zu gehen, da ich öfters mal eine verspannte Schulter habe.

Wenn es dir hilft, dann ist doch gut. Irgendwie klingt es aber nicht so, als ob du damit deine Blockaden in den Griff bekommen hast. Vielleicht solltest du nach deiner Reha nochmal mit Dr. Hoffmann reden, ob nicht doch ein Korsett was für dich wäre. Mir persönlich hat es bzgl. Stabilität sehr viel gebracht und ich glaube kaum, dass ich ohne Korsett nun soweit gekommen wäre.

Wünsche dir noch eine schöne restliche Rehazeit, lass es dir noch gut gehen.

LG
Minimine
LG
Minimine

Lerne von gestern, lebe und wirke im heute und hoffe für die Zukunft.
Albert Einstein
Ricky
treues Mitglied
treues Mitglied
Beiträge: 478
Registriert: Mi, 20.07.2011 - 19:06
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Hyperkyphose 65°
leichte Skoliose
Zustand nach Morbus Scheuermann
Keilwirbel
Schmorlsche Grundplattenimpressionen
Beckenschiefstand
Therapie: erstmal dehnen...
...immer noch dehnen
Reha Febr. 2012 Bad Salzungen
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Gibt es eine zu bewegliche Wirbelsäule?

Beitrag von Ricky »

Hi MInimiene,
minimine hat geschrieben: eine Hautärztin/Phlebologin hat das festgestellt.
bei mir wurde das immer so nebenbei erwähnt, da vieles eben dafür spricht, wie meine Brüche etc.
Ich hatte es auch gestern noch einmal mit der Ärztin davon, die mir auch die Hypermobilität bestätigte. Ich strecke z.B meine Ellenbogen viel zu weit durch und bei der Untersuchung fiel ihr auf, dass mein Knie instabil ist.
Dementsprechend mehr muß ich für Stabilität durch Muskelaufbau sorgen und weniger für Entspannung. Ausser natürlich bei einer Blockade.
Bei Muskelverspannungen, zum Beispiel im Genick, zu der ich sehr neige, bekomme ich das Tens-Gerät und ansonsten viel Wärme und auch mal ein Schmerzmittel, wenn es nicht besser wird.Da soll wohl Voltaren als Tablette sehr helfen.
Wenn dann die Muskeln stärker und das Schrothen tatsächlich durchgreifend ansetzt, dann sollte auch das besser werden.
Die kramphafte Anspannung erkläre ich mir so, dass ich es einfach gewohnt bin die Muskeln anzuspannen, da dies die einzigste Möglichkeit ist nicht zusammenzuklappen, wenn die Bänder und das Gewebe zu schwach ist...dann noch die Krümmung dazu...

Nein, ich mache schon seit 2 Jahren kein Schroth mehr. Ich stand ja selbst nach den Übungen schiefer als vorher. Es hat mir also rein gar nichts gebracht. Wobei ich auch dazu sagen muss, dass mein Körpergefühl absolut miserabel ist (wurde aber mittlerweile etwas besser).
ahh, ok.
Da muß ich sagen überrasche ich mich selbst, dass mich mein Körpergefühl sehr gut die Übungen umsetzen läßt. Bin mal gespannt wie es zuhause sein wird. Ich spüre, wenn die Übungen richtig ist, da sich gleich bei meiner Krümmung ein Druck aufbaut.Spanne ich den Bauch nicht an, spüre ich es gleich unagenehm in der Lordose.
Blöde Verspannung, wenn die Schultern hoch gehen, oder der Kopf überstreckt ist.
Zwar muß ich noch jede Einstellung hoch kozentriert und sehr bewußt machen, aber ich denke, dass wird mit der Zei besser werden.
Und helfen tut es mir schon. Ich bin jetzt 2cm größer und meine Armlänge hat auch 2 cm mehr.
Die Krümmung ist zurück gegangen, wieviel weiß ich aber nicht mehr...und auch die Drehung :-)
Am Anfang dachte ich ja noch "klasse, jetzt wird das eine Bein länger und das Becken verdreht", aber im Gegenteil, mein Körpergefühl war mit der Korrektur erstmal nicht klar gekommen...

Mich interessiert, wie lange das auch zuhause anhält, denn da mache ich ja nicht so viel wie hier...

Irgendwie klingt es aber nicht so, als ob du damit deine Blockaden in den Griff bekommen hast.
Nein, ich denke das wäre in dieser kurzen Zeit auch zuviel erwartet. Wie die Ärztin sagte, brauchen die Muskeln selbst 3-6 Monate, um sich erstmal umzubauen.
Vielleicht solltest du nach deiner Reha nochmal mit Dr. Hoffmann reden, ob nicht doch ein Korsett was für dich wäre. Mir persönlich hat es bzgl. Stabilität sehr viel gebracht und ich glaube kaum, dass ich ohne Korsett nun soweit gekommen wäre.
das habe ich mir auch schon überlegt, falls ich es tatsächlich alleine durch die aktiven Übungen nicht schaffe.
Zuersteinmal möchte ich es aber ausschließlich mit Schroth und Muskelaufbau probieren.
Im Anschluß mache ich auch noch das IRENA-Programm, ich denke, dass wird mich auch noch mal weiter bringen.
Das Schwerste ist aber, mich selbst zu halten.
Von der Ergo habe ich ein Keilkissen zum Ausprobieren bekommen. In der ersten Minuten fühlt es sich himmlisch an, da ich dadurch sehr gerade sitze.Nach 5 Minuten wird es sehr unangenehm, da ich mich so anstrengen muß, mich so zu halten, dass ich es wieder entfernen muß.
Aber mit der Zeit, wenn die Muskeln immer stärker werden, werde ich auch diese Zeit verlängeren können.
Zusätzlich erschwert mir meine Beckenkippung auch das aufrechte Stehen bzw Gehen.
Ich denke, dass ist noch ein ziemlich langer Weg... :rolleyes:
Wünsche dir noch eine schöne restliche Rehazeit, lass es dir noch gut gehen.
Danke Dir. Heute ist der letzte Tag und ich fühle mich körperlich so ausgelaugt, dass die zwei noch offenen Stunden gerne schon vorbei sein könnten.
Mir ist es jetzt definitiv zu viel geworden, da meine Schulter schlapp macht und mein "Geist".Vom Körper an sich gar nicht zu sprechen...

Aber toll und vorallem hilfreich war es auf jeden Fall :-)

LG
Antworten