Lebensqualität und erwartungen mit Kyphose?

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Schluh1980
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Lebensqualität und erwartungen mit Kyphose?

Beitrag von Schluh1980 »

Hallo liebe Forumsmitglieder!

Ich bin 31 Jahre und leide seit 1,5 Jahren an Rückenschmerzen.
Ich hatte schon immer einen Rundrücken und noch nie Bewust Probleme damit, nun quälen mich seit langer Zeit Rückenschmerzen und verspannungen im Nacken und oberhalb der Wirbelsäulen-Krümmung.
Ich möchte gerne wissen wie die Lebensqualität mit dieser Erkrannkung aussieht.
Ich habe sehr grosse Angst das ich mein Beruf nicht mehr ausführen kann und auch sonst meine Lebensplanung über den Haufen werfen kann, die Schmerzen sind das eine aber die Unsicherheit und Angst mein Leben nicht mehr selbstständig bestimmen zu können machen mich mürbe!
Bitte helft mir mit Gutem Rat den der ist gerade teuer!

Ich habe einen Termin im Dezember bei Dr. Hoffmann in Leonberg, leider bin ich aus der Schweiz und kenne hier keinen geeigneten spezialisten.

Gruss
Schluh
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SchwarzeSchnecke
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Re: Lebensqualität und erwartungen mit Kyphose?

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

Hallo,

Herzlich willkommen hier im Forum! :)
Schluh1980 hat geschrieben:Ich möchte gerne wissen wie die Lebensqualität mit dieser Erkrannkung aussieht.
Das ist individuell verschieden.
Ich habe sehr grosse Angst das ich mein Beruf nicht mehr ausführen kann und auch sonst meine Lebensplanung über den Haufen werfen kann, die Schmerzen sind das eine aber die Unsicherheit und Angst mein Leben nicht mehr selbstständig bestimmen zu können machen mich mürbe!
Welchen Beruf übst Du aus?
Bitte helft mir mit Gutem Rat den der ist gerade teuer!
Ich habe einen Termin im Dezember bei Dr. Hoffmann in Leonberg, leider bin ich aus der Schweiz und kenne hier keinen geeigneten spezialisten.
:arrow: Schreib Deine ganzen Fragen und Befürchtungen auf einen Zettel und bringe den zu dem Termin mit.

Was mir sonst noch spontan einfällt:
– Solange Du noch keine KG nach Schroth beherrschst, solltest Du kein Krafttraining machen. Schwimmen hingegen (vorzugsweise Rückenschwimmen; ansonsten aufpassen, daß Du nicht zu stark ins Hohlkreuz rutscht) kannst Du jederzeit. Klettern an geraden Wänden ist auch OK. (Nordic) Walking geht auch.
– In die Knie gehen ist besser als Bücken.
– Schwere Lasten möglichst nahe am Körpermittelpunkt tragen.

Viele Grüße in die Schweiz!

Anne
Ausgewachsen und trotzdem korrigierendes Korsett? - Na klar!

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minimine
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Re: Lebensqualität und erwartungen mit Kyphose?

Beitrag von minimine »

Hallo Schluh,

auch von mir herzlich willkommen hier im :forum:
Ich möchte gerne wissen wie die Lebensqualität mit dieser Erkrannkung aussieht.
Hmh, das ist eine schwierige Frage. Ich denke, die Lebensqualität ist sehr individuell. Aber klar können Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder auch Zukunftsängste die Lebensqualität negativ beeinflussen. Wichtig ist deshalb, dass man etwas finden, womit man seine eigene Lebensqualität so hoch wie möglich halten kann, sprich die ursächliche Erkrankung soweit therapiert, dass die Lebensqualität möglichst hoch gehalten werden kann.
Ich habe sehr grosse Angst das ich mein Beruf nicht mehr ausführen kann und auch sonst meine Lebensplanung über den Haufen werfen kann, die Schmerzen sind das eine aber die Unsicherheit und Angst mein Leben nicht mehr selbstständig bestimmen zu können machen mich mürbe!
Es wäre schon hilfreich zu wissen, was du von Beruf bist. Aber ich denke, man wird das Risiko nie ganz abschalten können, also auch beim rückenfreundlichsten Beruf kann es passieren, dass man individuell eben nicht mehr körperlich in der Lage dazu ist.
Mit einem Termin bei Dr. Hoffmann hast du ja schon den ersten Schritt gemacht, konkret was zu tun. Er wird dir sicherlich auch Behandlungsvorschläge machen.
Bitte helft mir mit Gutem Rat den der ist gerade teuer!
Es kann sein, dass dir Dr. Hoffmann ein Korsett empfiehlt. Damit könntest du dich schonmal vorab beschäftigen, denn das ist etwas, was die persönliche Lebensqualität in hohem Maße betrifft. Einigen hier im Forum hilft ein Korsett sehr gut gegen Schmerzen. Diejenigen nehmen dann die Einschränkungen durch ein Korsett gerne in Kauf, da diese durch die Schmerzen stärker eingeschränkt wurden. In der Summe haben diese Mitglieder langfristig eine Erhöhung der Lebensqualität erzielen können. Andere Mitglieder wiederum könnten es sich überhaupt nicht vorstellen, ein Korsett zu tragen, da sie persönlich die Einschränkungen höher bewerten, also mit einem Absinken der Lebensqualität rechnen.
Du siehst, keine einfache Sache und sehr individuell zu sehen. Ich denke aber, Informationen schaden ja nicht, so dass ich dir empfehlen würde, dich zu dieser Thematik einzulesen.
leider bin ich aus der Schweiz und kenne hier keinen geeigneten spezialisten.
Ich würde dir auf jeden Fall erstmal empfehlen, zu Dr. Hoffmann zu fahren und dir seine Meinung anzuhören, denn er sieht einfach sehr viele Patienten mit Wirbelsäulendeformitäten und hat dementsprechend viel Erfahrung.
Ich war mal in der Uni-Klinik Erlangen bei Dr. Klöckner, der mittlerweile in Zürich eine Praxis hat: http://www.spine-in-balance.ch/
Er hat mir zwar zunächst eine OP vorgeschlagen, ließ sich aber auf Nachfrage meinerseits auch sofort auf ein Korsett ein. Er bemängelte meine mitgebrachten Teilaufnahmen und kennt somit auch die Wichtigkeit von Wirbelsäulen-Ganzaufnahmen. Er wollte bei mir auch jährliche Reha-Aufenthalte durchsetzen, soweit kams dann aber nicht mehr, weil er eben in die Schweiz ging. Ich war zwar nur einmal bei ihm, aber da hat er einen guten Eindruck bei mir hinterlassen, du könntest ihn also schonmal testen.

LG
Minimine
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Klaus
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Re: Lebensqualität und erwartungen mit Kyphose?

Beitrag von Klaus »

schluh1980 hat geschrieben:Lebensqualität und erwartungen mit Kyphose?
Da die BWS immer eine normale Kyphose hat, ist die Lebensqualität natürlich auch davon abhängig, wie stark diese Kyphose verändert ist, also welchen Winkel die Hyperkyphose hat und was sie negativ in der Struktur so verändert hat, dass Beschwerden auftreten.
Es kann auch durchaus sein, dass eine optisch starke Hyperkyphose bis zum Lebensende überhaupt keine Beschwerden auslöst. Abgesehen von seelischen Problemen aufgrund der Optik, die man nicht unterschätzen darf.

Ziel einer optimalen Behandlung ist auf jeden Fall das Verhindern einer Verschlechterung der Situation und die Bekämpfung der Beschwerden. Da dabei auch im Erwachsenalter durchaus gewisse Korrekturen erzielt werden, sollte ein "Sicherheitspotential" vorhanden sein, mit dem man durchaus mit positiven Ewartungen in die Zukunft sehen kann.
Entscheidend ist dann die konsequente Durchführung der Maßnahmen, wobei der Leidensdruck immer ein guter Mahner ist. Das muss nämlich nicht immer unbedingt so sein, manch einer verschlimmert seine Situation über Jahrzehnte, ohne es wirklich zu bemerken. Und plötzlich ist dann doch eine Grenze überschritten, wo sich Schmerzen bemerkbar machen.

Wie schon minimine gesagt hat, eine sehr individuelle Sache, gerade auch bezuglich Korsett.

Gruss
Klaus
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Re: Lebensqualität und erwartungen mit Kyphose?

Beitrag von Schluh1980 »

Hallo alle zusammen!

Vielen dank zuerst mal für die vielen Antworten. Ich finde es gut das es ein Forum hat in dem man auch ganz eigenständig helfen kann.

Ich bin gelernter Koch habe mich aber beruflich weiterentwickelt und mein Wertegang absolviert. Ich habe Studiert und arbeite nun als Foodentwickler für ein Gastronomieunternehmen in der Schweiz. Genauer habe ich mittlerweile einen klassischen Bürojob allerdings mit dem vorteil das ich in den Restaurants Schulungen erteile und mich auch etwas dynamisch bewegen kann.

Meine Ängste sind sehr konkret.Ich habe soviel und solang geschaft um mein Ziel zu erreichen und nun spüre ich mein Handicap und das macht mich fertig das ich nur wenig Möglichkeiten sehe ein Leben zu führen ohne das der Kopf permanent am Rücken hängt. Das Tut er momentan ziemlich.
Ich habe mich über eine geraume Zeit mit gewissen aufs und abs herumgeschlagen nur langsam geht mir der Mut aus.
Mein Chiroprktiker scheint sehr kompetent nur leider hilft es alles nur bedingt, er meint ich kann ohne Probleme ein gutes Leben mit dieser "Erkrankung" führen. ich hingegen muss mich stark motivieren das es genauso ausgeht.

Ich habe im Forum schon diverse Beiträge gelesen und bin ziemlich verunsichert was nun die Ausage genau hinter dieser Krankheit versteckt.

Operation nicht Operation, Korsett kein Korsett also ich werde diese ganzen Inputs mit zu Dr. Hoffmann nehmen und hoffe er kann mir etwas Mut machen und konkrete Anhaltspunkte bekomme wie ich dieses Leiden mildern kann oder ganz und gar abstellen.

Ich danke euch und wünsche weiterhin alles gute in diese Runde!

Gruss
Schluh
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Klaus
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Re: Lebensqualität und erwartungen mit Kyphose?

Beitrag von Klaus »

Schluh1980 hat geschrieben:Ich habe im Forum schon diverse Beiträge gelesen und bin ziemlich verunsichert was nun die Ausage genau hinter dieser Krankheit versteckt.
Die Fehlstellungen der Wirbelsäule können so vielfältig gestaltet und ausgeprägt sein, dass es nie völlig gleiche Behandlungen gibt. Dementsprechend sind hier auch die Berichte zu bewerten.
Grundsätzlich kann man bei der konservativen Therapie nur die Methode Schroth KG und das Korsett aufführen oder auch die Vorbehandlung mit Dehnung von stark verkürzten Strukturen, die man bei Hyperkyphose häufig findet.

Grundlage für die eigene Situation ist aber unbedingt erst einmal die konkrete Diagnose, ohne die läuft nichts!

Wenn wir hier sehr oft intensiv bereits im Vorfeld einer solchen Diagnose diskutieren (und manchmal auch spekulieren), ist das eigentlich mehr der Aufruf zur intensiven Beschäftigung mit dem gesamten Thema. Auch beim Spezialisten ist man schnell überfordert, wenn man sich vorher nicht ausführlich über die Möglichkeiten informiert. Das betrifft insbesondere das Erwachsenen Korsett, dass ja auch nur dann vorgeschlagen wird, wenn die Diagnose das zulässt.
Es bleibt im Falle des Falles Deine eigene Entscheidung und es ist nicht selten, dass man da erst die Schroth REHA macht und guckt, wie weit man damit kommt.

Also nimm Deine Verunsicherung eher als vielfältige Information auf, in der Du Dich nach der Diagnose besser einordnen kannst. Dann wird es mit Sicherheit weiteren Diskussionsbedarf geben, wo wir Dir gern weiterhelfen.

Gruss
Klaus
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Re: Lebensqualität und erwartungen mit Kyphose?

Beitrag von Schluh1980 »

Hallo Klaus

Vielen Dank!

Ich muss zugeben das dass ganze Thema mich etwas überfordert, ich habe immernoch nicht ganz akzeptiert wie ich solange unbemerkt, gut damit gelebt habe und plötzlich vor einem derartigen Problem stehe.

Ich bin ein schwarz, weiss lösungsdenkender Mensch. Wenn ich das mal so umschreiben darf!
In letzter Konsequenz möchte ich keine Schmerzen und kann mit einer guten Lösung auch gut leben.

Ich bin etwas im Wechselbad der Gefühle momentan und kann die Situation nicht richtig einordnen.
Ich habe aber den Ratschlag beherzigt und gestern Abend all meine Fragen aufgeschrieben, dass hilft sicher sehr gut wenn ich beim Speziallisten sitze.

Ich werde euch auf dem laufenden halten sobald ich näheres weiss.
Der Termin, steht ja zum Glück, schon in den kommenden Wochen bei Dr. Hoffmann an.
Ich danke euch allen schon einmal für die fürsorglichen Tips und hoffe damit ein Stück mehr Sicherheit zu erlangen.

Mit schneegestöberten Grüssen aus Zürich!
Ziehen wir uns warm an es wird Kalt.

Schluh
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