Bandscheibenvorfall BWS Th8/9 - OP?

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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unwissender
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Bandscheibenvorfall BWS Th8/9 - OP?

Beitrag von unwissender »

Hallo,
ich war vor kurzem bei Dr. Hoffmann in Leonberg wegen meiner Rückenbeschwerden. Ich habe seit ca. 2 Jahren einen Bandscheibenvorfall Th8/9. Ich hatte bereits zwei Korsette v. Rahmouni wegen Kyphose und habe auch diverse KG ausprobiert, darunter auch Schroth allerdings nur ambulant, da stationär bisher nicht möglich.
Nun hat mir Dr. Hoffmann zu einer OP bei Dr. Rosenthal geraten, wer hat diesbezüglich Erfahrungen?
Ich bin mir bewußt, dass eine OP ein Risiko ist, allerdings habe ich den Eindruck Dr. Rosenthal ist in dem Bereich der Beste.
Habe starke Schmerzen und muss bald eine Entscheidung treffen.
Gruß unwissender
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sternli8484
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Re: Bandscheibenvorfall BWS Th8/9 - OP?

Beitrag von sternli8484 »

Hallo
Ich habe die gleichen Diagnosen wie du, habe auch 50Grad Kyphose und Scheuermann, sowie Bandscheibenvorfall th8/9 und Schmerzen dadurch...ich war auch schon bei vielen ärzten deswegen und alle rieten mir zu einer Op ab, solange ich noch laufen kann, also solange keine Ausfälle entstehen..was hast du denn für Symptome? Das Risiko im Bereich der Bws ist sehr hoch und Dr.Rosenthals Methode mirkochirurgisch vorzugehen schätzen die Ärzte hier in der CH nicht so...Also ich lasse da nicht an der Bandscheibe rumoperieren..hat dir denn eine Infiltration um die Nerven nichts gebracht? Mir hat das zeitweise genützt..wichtig ist auch KG..
Es grüsst euch ganz lieb, das Sternli


Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her...
unwissender
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Re: Bandscheibenvorfall BWS Th8/9 - OP?

Beitrag von unwissender »

Hallo Sternli,

Danke für die Meldung. Meine Hauptsymptome sind:

Schmerzen im oberen rechten Rückenbereich, die auch meist Richtung Nacken ziehen. Die Schmerzintensität würde ich bei 4-6 eintakten, aber manchmal auch so extrem dass nur noch Spritzen helfen. Zudem ist alles verhärtet und der Schmerzbereich wird immer größer. Wenn ich mich nach links drehe, merke ich hinten im Bereich Th8 eine Art Widerstand.

Der Vorfall ist rechtsseitig, inges. würde ich meine rechte Seite als instabil einschätzen. In dem Berich knackt es gewaltig. Am schlimmsten ist langes Sitzen in gleicher Position also Autofahren und Bürojob. Meist fängt es damit an, dass es sich irgendwie verspannt anfühlt, dann drück ich den Rücken gegen die Sitzlehne, knack, knack und dann geht's erst richtig los mit den Schmerzen, dann passt die Statik nicht mehr und es hilft nur noch hinlegen oder Tabletten einschmeißen.

Alle bisherigen Versuche waren reine Symptombekämpfung, zuletzt Cortisonspritzen in den Rücken, das hilft kurz und nach ein paar Tagen ist alles wie vorher.

Mir ist bewußt, dass eine OP immer ein Risiko darstellt, aber das wäre ich mittlerweile bereit einzugehen. Habe da auch ein gewisses Vertrauen zu Dr. Hoffmann, er meinte Dr. Rosenthal ist der beste in Süddeutschland, gibt es überhaupt eine Alternative zu ihm, was die BWS angeht??

Was sind Deine Hauptsymptome? Welche Medi nimmst Du dauerhaft und bei Bedarf. Wie gehst Du mit den Schmerzen um?
Wie wurde die Nerveninfiltration bei Dir gemacht, unter MRT Kontrolle?

Fragen über Fragen... aber schön, dass es Leidensgenossen/-innen gibt.

Gruß unwissender
unwissender
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Re: Zustand nach Morbus Scheuermann - MRT u.a. BSV TH 8/9

Beitrag von unwissender »

Hallo zusammen,

war nun nochmal im Mrt und habe folgenden Befund erhalten:

Zustand nach Morbus Scheuermann; polysegmentale Chondrosen und intraspongiöse Hernierungen von BWK 4/5 bis BWK 10/11 mit Retrospondylosen und Protrusionen am deutlichsten in BWK 8/9 mit median höhergradiger Protrusion, DD flacher Vorfall. Kein Anhalt für eine Myelopathie; eine Spinalkanalstenose nicht verifizierbar

Folgende Meinungen habe ich eingeholt:

Dr. Rosenthal Bad Homburg - tendiert zu endoskopischer Verödung

Dr. Beisse Schwarzenbruck (auch ein BWS-Spezialist) - zuerst nochmals Infiltrationen, danach evtl. Wirbelkörperfusion

Kann mir noch jemand einen Spezialisten nennen, bin für jeden Tipp dankbar (vielleicht hat Power-User Toni noch einen Rat)

Gruß unwissender
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Re: Bandscheibenvorfall BWS Th8/9 - OP?

Beitrag von minimine »

Hallo unwissender,

da bei dir ja der BSV im Vordergrund steht, hast du schonmal in einem Bandscheiben-Forum gefragt, welche Spezialisten es noch so gibt?

Von einem fernen Bekannten habe ich mal diese Adresse mitbekommen: http://pro-spine.de/

Ansonsten wurde eine weitere Bekannte hier in München operiert, nachdem woanders schon die OP verpfuscht wurde. Kann gerne mal fragen, wie der Arzt hieß.

LG
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SchwarzeSchnecke
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Re: Bandscheibenvorfall BWS Th8/9 - OP?

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

Hallo,

Dort geht's zu einem Forum speziell für Menschen mit Bandscheibenproblemen: http://diebandscheibe.de/

Ich denke, daß Du dort mit Deiner Frage besser aufgehoben bist.

VG, Anne
Ausgewachsen und trotzdem korrigierendes Korsett? - Na klar!

Letzter Korsett-Thread: viewtopic.php?t=20971 • Reha in Bad Salzungen: viewtopic.php?f=9&t=10543 • Hypermobilität: viewtopic.php?f=4&t=21414

Ich habe dieses Forum verlassen.
unwissender
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Re: Bandscheibenvorfall BWS Th8/9 - OP?

Beitrag von unwissender »

Hallo minime,
ja bitte mal fragen wie Arzt hieß. Danke. Gruß
minimine
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Re: Bandscheibenvorfall BWS Th8/9 - OP?

Beitrag von minimine »

Hallo unwissender,

schon geschehen. :)
http://www.wzas.de/

LG
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unwissender
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Re: Bandscheibenvorfall BWS Th8/9 - OP?

Beitrag von unwissender »

Hallo,

Danke für die Antworten, ja bin dort auch angemeldet.

Ich denke der BSV war eine Spätfolge des Morbus Scheuermanns.

Gruß
unwissender
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Re: Bandscheibenvorfall BWS Th8/9 - OP?

Beitrag von unwissender »

Hallo an alle,

unabhängig von dem BSV muss ich meine Körperstatik im thorakalen Bereich versuchen dauerhaft zu stabilisieren.

Ggibt es eine Möglichkeit Schroth ambulant zu machen? Ich weiß, dass alle hier eine Reha vorschlagen, leider habe ich zwei kleine Kinder und das geht einfach nicht, muss meine Frau da derzeit einfach unterstützen und kann nicht einfach 3-4 Wochen in Reha gehen. Merke aber z.B., dass mir Rückenschwimmen sehr gut tut. Gibt es
zur Reha wirklich keine Alternative?
Gruß
minimine
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Re: Bandscheibenvorfall BWS Th8/9 - OP?

Beitrag von minimine »

Hallo unwissender,

die Möglichkeit gibt es schon, vorausgesetzt du findest einen guten Therapeuten (wobei aber dann die Intensität fehlt). Evtl. wäre ja aber auch eine Kurz-Reha was für dich. Es gibt da mehrere Anbieter, z.B. hier: http://www.schmid-doepfer.eu/skoliose-intensiv-shg/
Wäre ja immerhin besser als gar nichts.
Aber ich würde sowieso sagen, organisiere dir erstmal ein Rezept und schaue, ob es dir überhaupt gut tut (Schroth ist nicht nur stabilisierend!), nicht dass der Schuss nach hinten los geht.

LG
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Klaus
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Re: Bandscheibenvorfall BWS Th8/9 - OP?

Beitrag von Klaus »

unwissender hat geschrieben:Ggibt es eine Möglichkeit Schroth ambulant zu machen?
Vorher hast Du geschrieben:
und habe auch diverse KG ausprobiert, darunter auch Schroth allerdings nur ambulant, da stationär bisher nicht möglich
Zunächst mal die Fragen:
Wie hast Du die ambulante Schroth KG empfunden?
Hat es Dir etwas gebracht?
War es kompliziert?
Hast Du Übungen zuhause gemacht?

Das ist schon mal ganz wichtig, um selbst einschätzen zu können, wo da die Grenzen liegen. Es geht wirklich um zeitlich intensiven Austausch mit dem Therapeuten, um das richtig umsetzen zu können. In einer stationären REHA bist Du dazu von morgens bis abends beschäftigt und das 3-4 Wochen lang.
Gibt es
zur Reha wirklich keine Alternative?
Insofern müsste man diese REHA Situation schon irgendwie vor Ort nachbilden. Dazu gehört nicht nur ein wirklich kompetenter Schroth Therapeut (auch bei Hyperkyphose!) sondern auch ein entsprechendes Zeitkontigent, was in der erforderlichen Dimension keine Kasse bezahlt.
Man kann bestenfalls von einem Kompromiss reden, wenn man in der Lage ist, Übungen schnell zu erfassen und diese auch kontinuierlich zuhause weiter führt.
Während meiner REHA hatte ich leider die Bestätigung dafür, dass die ambulante Schroth KG "zum Reinschnupern vor der REHA" in grossen Teilen nicht zielgerichtet war.

Gruss
Klaus
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Re: Bandscheibenvorfall BWS Th8/9 - OP?

Beitrag von unwissender »

Hallo minimi,
hallo Klaus,

nun ich habe vor einiger Zeit mal bei einem hier ansässigen anscheinend ausgebildeten Schroth-Therapeuten angefangen, habe aber ziemlich schnelle gemerkt, dass dies mit dem was ihr hier im Forum beschreibt nicht viel zu tun hat. Habe dann die Sache aber über Kraftraining, Massagen, SChlingentisch usw. einigermaßen in den Griff bekommen.

Ich habe einfach derzeit so viele Baustellen, dass ich mir nicht mehr sicher bin von was meine Beschwerden eigentlich überhaupt kommen. Ich werde nun versuchen sukzessive vorzugehen, d.h. zuerst Spritzen, dann evtl. Verödung usw. ich möchte parallel aber trotzdem noch etwas gutes aktiv für meinen Körper tun außer Rückenschwimmen.

Danke trotzdem.

Gruß
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Re: Bandscheibenvorfall BWS Th8/9 - OP?

Beitrag von Ricky »

Klaus hat geschrieben:
unwissender hat geschrieben: Während meiner REHA hatte ich leider die Bestätigung dafür, dass die ambulante Schroth KG "zum Reinschnupern vor der REHA" in grossen Teilen nicht zielgerichtet war.
Das kann ich mir sehr gut vorstellen.
Ich selbst habe noch keinen Vergleich, weswegen ich jetzt einfach mal vermutsweise behaupte, meine Schoththerapeutin ist gut :-)
Auch halte ich mich mit keiner Frage zurück...dennoch sind einmal die Woche, um überhaupt mal ansatzweise in die Therapie reinzukommen, definitv zu wenig.
Zum einen laufen die Übungen zuhause oftmals anders, weil ich wie sich später herausstellt irgendetwas Wichtiges nicht beachtet hatte und zum Anderen tun sich während dem Üben oder danach plötzlich ganz andere Schmerzen auf.Derzeit habe ich mächtige Probleme mit meinem Brustkorb und muß damit eine Woche warten, bis ich es mit der Therapeutin absprechen kann...
Das ist ziemlich blöde...

Aber ich denke, dass unwissender eher eine Mischform sucht.Tagsüber Reha, am Abend zuhause und das mit Schroththerapeuten.
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Klaus
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Re: Bandscheibenvorfall BWS Th8/9 - OP?

Beitrag von Klaus »

unwissender hat geschrieben:habe aber ziemlich schnelle gemerkt, dass dies mit dem was ihr hier im Forum beschreibt nicht viel zu tun hat.
Das ist sicherlich keine gute Grundlage für eine ausschließlich ambulante Schroth Therapie.
Habe dann die Sache aber über Kraftraining, Massagen, SChlingentisch usw. einigermaßen in den Griff bekommen.
Das mit dem Krafttraining ist aber eine unsichere Komponente bei Hyperkyphose. Massagen und Schlingentisch können durchaus temporäre "Ausbügler" von Fehlern sein, die das Training in dieser Situation ohne das richtige Körpergefühl auslösen kann.

Gruss
Klaus
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Re: Morbus Scheuermann BSV BWS th8 - OP oder weiter KG?

Beitrag von unwissender »

Hallo zusammen,

ich wünsche allen noch ein gutes Jahr 2012.

Ich war nun wegen meinem Problem nochmals bei einigen BWS-Spezialisten (außer bei Dr. Rosenthal). Sie alle meinten ich solle mich nicht operieren lassen, da mein aktueller Cobb-Winkel v. 43 Grad (zwischen th 4 und th 12 gemessen) keine OP-Indikation ist. Sie raten mir weiterhin mit konservativer Behandlung weiter zu machen, insbesondere Schroth-KG. Die Schmerzen sind auch nicht die typischen ausstrahlenden Schmerzen sondern eher dumpf/drückend im mittleren bis rechten BWS-Bereich, die sich im Sitzen deutlich verschlechtern.

Bin mir daher nicht sicher, ob es muskuläre Schmerzen sind oder ob ein Eingriff hier etwas bringen würde (OP wäre seitlich mit Lungenentlüftung und Ausräumung der Bandscheibe).

Nun bin ich doch etwas ratlos, da mein Cobb-Winkel sich doch stark verbessert hat, nur wie bekomme ich den Druck von der Nervenwurzel auf Grund des Bandscheibenvorfalls weg? Könnte hier Schroth wirklich helfen? Gibt es hier Erfahrungen?

Vielen Dank.

unwissender
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Re: Bandscheibenvorfall BWS Th8/9 - OP?

Beitrag von Klaus »

unwissender hat geschrieben:Sie raten mir weiterhin mit konservativer Behandlung weiter zu machen, insbesondere Schroth-KG. Die Schmerzen sind auch nicht die typischen ausstrahlenden Schmerzen sondern eher dumpf/drückend im mittleren bis rechten BWS-Bereich, die sich im Sitzen deutlich verschlechtern.
Wenn offensichtlich Muskelschmerzen aus Deiner Beschreibung hervorgehen und die Ärzte auch von Schroth KG als Behandlungsmaßnahme sprechen und die ambulante Schroth Therapie vor Ort ungenügend ist, was bleibt dann ?

Richtig, die stationäre Schroth REHA !
Die geht gezielt gegen die Fehlstellung an und vermindert somit auch die Überlastung der Muskulatur, die automatisch mit Fehlstellungen eintreten kann.
nur wie bekomme ich den Druck von der Nervenwurzel auf Grund des Bandscheibenvorfalls weg? Könnte hier Schroth wirklich helfen? Gibt es hier Erfahrungen?
Also Nervenschmerzen sind etwas anderes als Muskelschmerzen. Und ein Bandscheibenvorfall kann ebenfalls mit Schroth KG angegangen werden, weil die Fehlstellung auch hier die Ursache dafür sein kann.

Wohlgemerkt, ich spreche immer bei der Ursache von "kann". Es gibt keine 100 % Sicherheit, vieles ist einfach auszuprobieren!

Gruss
Klaus
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