Hallo Forca,
Wenn 25-40 Grad Kyphose Normalwerte sind, bin ich dann um einiges drunter und ist das schlecht, oder ist 1 ° ebenso normal? Weist es insbesondere im Bezug zu meiner Lordose auf etwas hin? Hat es Konsequenzen? Wenn ja, welche? Ich werde Dr. Wilke beim nächsten Besuch auf all das ansprechen und hoffe ich bin dann etwas schlauer.
Wenn von "Kyphose" die Rede ist, meint man im Volksmund und leider auch in manchen medizinischen Umfeldern eine Hyperkyphose. Und hier
meistens eine BWS Hyperkyphose, wobei man auch da
meistens den Kyphose-Scheitel in der Mitte der BWS meint und die Gradzahl über 40 Grad beträgt.
Da beginnt dann das Problem mit der Beschreibung, gerade in einem online Forum, wenn genau diese Situation eben nicht gegeben ist.
Mit "Kyphose 1 Grad" kann gemeint sein, dass die BWS-Hyperkyphose 1 Grad über Normal liegt, was ich mir nicht vorstellen kann.
Es kann auch heissen, dass die natürliche BWS Kyphose extrem abgeschwächt ist (sozusagen BWS Hypokyphose) und eine Steilstellung vorliegt. Also eine tatsächlich gerade Wirbelsäule im BWS Bereich. Dazu passt aber nicht Deine "Lordose", mit der Du sicherlich die LWS-Hyperlordose (Hohlkreuz) meinst. Es sei denn, Du stehst insgesamt schräg nach hinten, also völlig aus dem Lot. Möglicherweise noch eine HWS Hyperkyphose statt einer natürlichen Lordose?
Aber das sieht nach dem Röntgenbild tatsächlich nicht so aus.
Wenn man das Gedankenspiel mit dem Ausgleich der Wirbelsäule macht (grob gesagt Kopf im Lot mit dem Knie) kann man sich gut die verschiedenen Situationen (LWS,BWS,HWS) vorstellen. Und natürlich zusätzlich alle anderen Situationen, wenn man nicht im Lot steht. Du siehst, da gibt es unheimlich viel Variationsmöglichkeiten und wir spekulieren hier über Deine Situation.
Klaus hat geschrieben:Geht es Dir um Deinen persönlichen "Grenzwinkel", bei dem Du schmerz-arm/-frei wirst bzw. bist?
Meine Frage war auch grundsätzlich:
Geht es Dir um die eigentliche Behandlung oder geht es Dir um die wissenschaftliche Komponente?
Die Behandlung mit dem Korsett ist doch offensichtlich bezüglich der Schmerzen weiterführend oder? An Deiner Stelle wüsste ich allerdings trotzdem auch gern, wie denn nun die tatsächliche Situation
konkret ist. Ohne jetzt Deinen Hintergrund in allen Details zu kennen, kann es ja noch Verbesserungen geben, die nicht unbedingt weitere spürbare Schmerzreduzierung bedeuten müssen.
Was die Wissenschaft angeht, so habe ich Dir einen LINK gesetzt, wo
ein Teil der Erklärung für Schmerzen abgehandelt ist. Das kann man interessant finden und weitere Spekulationen anstellen. Nur was nützt das? Was ist, wenn ich mit meinen Schmerzen nicht in dieses Raster falle? Will ich dann tatsächlich ein weiteres Raster suchen müssen, nur um behandelt zu werden?
Könnt ihr über euch berichten?
Was nützt Dir jetzt minimine's Aussage, selbst mit konkreten Winkel?
Deine Situation ist mit Sicherheit nicht die Gleiche.
Mein Kopf schwirrt schon. Vielleicht weil ich besser verstehen will was keiner noch so genau begreift: Warum die Wirbelsäule sich dort hinbewegt wo sie es denn tut. *seufz*
Ich glaube, das ist mit jeder Lebenssituation so. Man kann einfach nicht immer verstehen und auch nicht rückgängig machen, was falsch gelaufen ist, man kann nur das Beste aus der aktuellen Situation machen.
Und dazu passt leider auch eine ältere Bemerkung von Dr. Cheneau (Korsettentwickler), nachdem die Rückbildung von Fehlstellungen mit optimaler Therapie wohl genauso lange dauern würde, wie sie entstanden ist.
Gruß
Klaus