Muskelaufbau nach Skoliose-Op?
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Finniman
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Muskelaufbau nach Skoliose-Op?
Hallo,
ich würde gerne wissen ob man nach einer Skoliose-Op die Muskeln wieder normal im Fitnessstudio trainieren kann?
Wenn dies geht, wann ca. nach der Op?
PS. Ich wurde noch nicht operiert aber überlege... Ich hatte vor ca. einem halben jahr 67° im BW-Bereich und 32° im LW-Bereich wobei dies sich stark verbessert hat.
Lg Finn
ich würde gerne wissen ob man nach einer Skoliose-Op die Muskeln wieder normal im Fitnessstudio trainieren kann?
Wenn dies geht, wann ca. nach der Op?
PS. Ich wurde noch nicht operiert aber überlege... Ich hatte vor ca. einem halben jahr 67° im BW-Bereich und 32° im LW-Bereich wobei dies sich stark verbessert hat.
Lg Finn
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Re: Muskelaufbau nach Skoliose-Op?
Ja wenn alles schön verheilt ist geht das schon, kann allerdings bis ca 1 Jahr dauern bis mal mit voller Belastung drangehen kann, viele haben aber auch Jahre später noch Probleme......
deswegen sollte eine OP gut überlegt sein gerade wenn sie KEINE Schmerzen oder Behinderungen verursachen.
deswegen sollte eine OP gut überlegt sein gerade wenn sie KEINE Schmerzen oder Behinderungen verursachen.
- Raven
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Re: Muskelaufbau nach Skoliose-Op?
Hallo Finn,
Grundsätzlich kann man auch mit einer operativen Wirbelsäulenversteifung Sport treiben und sich fit halten. Gerade auch für Operierte ist es wichtig, nicht zum "Couchpotatoe" zu werden, sondern etwas für Muskelaufbau zu tun (im ersten Jahr geht es bzgl. "Muskelaufbau" aber erstmal darum, wieder alltagsfit zu werden, nicht um den knackigen Körper).
Übungen im Fitnessstudio sind durchaus auch möglich, auch speziell als angeleitete MTT (medizinische Trainingstherapie). Je nach Versteifungsstrecke ist aber damit zu rechnen, dass bestimme Übungen bewegungstechnisch nicht mehr möglich sind, oder zwar noch möglich sind, aber Beschwerden verursachen, z.B. - um nur einige Beispiele zu nennen - Sit-ups, Crunches, viele Pilates-Übungen.
Mit dem Ergebnis meiner OP bin ich sehr zufrieden, stimme aber trotzdem Kaffeetrinker zu: Es sollte wohlüberlegt sein. Weiter informieren kannst du dich auch unter www.skoliose-op.info und im dortigen Forum.
Viele Grüße,
Raven
was ist für dich genau "normal im Fitnessstudio trainieren"?normal im Fitnessstudio trainieren
Grundsätzlich kann man auch mit einer operativen Wirbelsäulenversteifung Sport treiben und sich fit halten. Gerade auch für Operierte ist es wichtig, nicht zum "Couchpotatoe" zu werden, sondern etwas für Muskelaufbau zu tun (im ersten Jahr geht es bzgl. "Muskelaufbau" aber erstmal darum, wieder alltagsfit zu werden, nicht um den knackigen Körper).
Übungen im Fitnessstudio sind durchaus auch möglich, auch speziell als angeleitete MTT (medizinische Trainingstherapie). Je nach Versteifungsstrecke ist aber damit zu rechnen, dass bestimme Übungen bewegungstechnisch nicht mehr möglich sind, oder zwar noch möglich sind, aber Beschwerden verursachen, z.B. - um nur einige Beispiele zu nennen - Sit-ups, Crunches, viele Pilates-Übungen.
Mit dem Ergebnis meiner OP bin ich sehr zufrieden, stimme aber trotzdem Kaffeetrinker zu: Es sollte wohlüberlegt sein. Weiter informieren kannst du dich auch unter www.skoliose-op.info und im dortigen Forum.
Viele Grüße,
Raven
Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.
OP-Röntgenbilder
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Finniman
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Re: Muskelaufbau nach Skoliose-Op?
Ich will natürlich nicht wie Arni aussehen aber jedoch gut Muskeln dazu gewinnen. Also auch Kurzhanteln, Langhanteln,Bankdrücken etc. wenn das möglich ist?
@Raven wie lange nach der Op konntest du denn wieder normal trainieren und wo wurdest du operiert?
LG
@Raven wie lange nach der Op konntest du denn wieder normal trainieren und wo wurdest du operiert?
LG
- Raven
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Re: Muskelaufbau nach Skoliose-Op?
Hallo Finniman,
An sportlichen Sachen mache ich nur Swingstick-Training (aber auch hier nicht alles, nur Übungen im Stehen; solche Übungen http://src.discounto.de/pics/product/13 ... 79_xxl.jpg sind bei mir aufgrund der Versteifung nicht möglich, kann nicht gut so niedrig sitzen), gehe gerne Wandern, zeitweise Physiotherapie.
Mir geht es, ehrlich gesagt, ebenso wie vielen Operierten nicht um einen "stylischen Körper", sondern darum, schmerzfrei und möglichst belastungsfähig durch Alltag und Beruf zu kommen. Das habe ich nach meiner OP wertschätzen gelernt, es ist nämlich nicht selbstverständlich.
Meine OP war in der Hessingklinik Augsburg, 1997. Obwohl ich damit sehr zufrieden bin, würde ich dir nicht einfach so Augsburg empfehlen. Das ist nun doch schon "einige Jährchen" her, die OP-Techniken haben sich geändert, es gibt einige andere Kliniken, die heutzutage solche OPs gut hinbekommen (und die es damals noch nicht diesbezüglich gab). Für die Information bzgl. einer etwaigen OP kann ich dir das Forum unter www.skoliose-op.info sehr empfehlen, dort gibt es viele OP-Berichte.
Viele Grüße,
Raven
hier hängt es vom Gewicht und von der Position, aus der gehoben wird, ab. Ruckartige Bewegungen sind für die meisten sehr belastend. Übungen mit Hanteln können durchaus auch in der Physiotherapie, in der Reha und in der MTT vorkommen, jedoch sanftere Formen.Finniman hat geschrieben:Ich will natürlich nicht wie Arni aussehen aber jedoch gut Muskeln dazu gewinnen. Also auch Kurzhanteln, Langhanteln,Bankdrücken etc. wenn das möglich ist?
Ich trainiere nicht im Fitnessstudio und mache ansonsten auch keinen "ausführlichen" Sport. Wie du an meinen Röntgenbildern - siehe Link in der Signatur - siehst, ist meine Versteifungsstrecke lang, was z.B. Übungen am Boden, Übungen bei denen man sich aus dem Liegen aufrichten muss etc. erschwert und bestimmte Übungen (z.B. Sit-Ups, Crunches) ganz unmöglich macht. Mein Partner macht Pilates-Training, wovon ich rein aus Gründen der Bewegungseinschränkung durch die Versteifung auch nur wenig mitmachen kann (ausprobiert). Diejenigen Operierten, die ich kenne und die ins Fitnessstudio gehen, benutzen dort eher belastungsarme Geräte ohne ruckartige Bewegungen (Laufband, Crosstrainer, leichte Hanteln).Finniman hat geschrieben:@Raven wie lange nach der Op konntest du denn wieder normal trainieren und wo wurdest du operiert?
An sportlichen Sachen mache ich nur Swingstick-Training (aber auch hier nicht alles, nur Übungen im Stehen; solche Übungen http://src.discounto.de/pics/product/13 ... 79_xxl.jpg sind bei mir aufgrund der Versteifung nicht möglich, kann nicht gut so niedrig sitzen), gehe gerne Wandern, zeitweise Physiotherapie.
Mir geht es, ehrlich gesagt, ebenso wie vielen Operierten nicht um einen "stylischen Körper", sondern darum, schmerzfrei und möglichst belastungsfähig durch Alltag und Beruf zu kommen. Das habe ich nach meiner OP wertschätzen gelernt, es ist nämlich nicht selbstverständlich.
Meine OP war in der Hessingklinik Augsburg, 1997. Obwohl ich damit sehr zufrieden bin, würde ich dir nicht einfach so Augsburg empfehlen. Das ist nun doch schon "einige Jährchen" her, die OP-Techniken haben sich geändert, es gibt einige andere Kliniken, die heutzutage solche OPs gut hinbekommen (und die es damals noch nicht diesbezüglich gab). Für die Information bzgl. einer etwaigen OP kann ich dir das Forum unter www.skoliose-op.info sehr empfehlen, dort gibt es viele OP-Berichte.
Viele Grüße,
Raven
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Re: Muskelaufbau nach Skoliose-Op?
Okay, und wie sieht es aus mit dem nach vorne beugen nach der Op bei dir?
LG
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Re: Muskelaufbau nach Skoliose-Op?
das sollte gehen weil ja diese Bewegung aus dem Lendenwirbelbereich kommt.
Und wie Raven schon sagte kommt es auf die Versteifungstrecke an, die dann doch lang werden kann wenn man unten und oben große Werte hat....
Hast du ein Korsett?Wenn ja dann kannst du ja schon mal vorfühlen wie das sein könnte........
Ich bin auch in Facebook in einer Gruppe drinnen wo Leute auch Jahre (jung und alt) nach der OP Probleme haben.... würde es dann lieber mit einem Korsett versuchen falls du keines hast.
Und wie Raven schon sagte kommt es auf die Versteifungstrecke an, die dann doch lang werden kann wenn man unten und oben große Werte hat....
Hast du ein Korsett?Wenn ja dann kannst du ja schon mal vorfühlen wie das sein könnte........
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Re: Muskelaufbau nach Skoliose-Op?
Hallo Finniman,
Wenn ich kleine Gegenstände bearbeite (ich mache hobbymäßig Modellbau), stelle ich die auf dem Tisch auf eine Erhöhung, anstatt mich irgendwie runterzuzwängen. Häufiges und langes Beugen führt bei mir nämlich rasch zu Schmerzen.
Solche Bewegungen werden z.T. je nach Kleidungswahl noch erschwert; Schuhe binden mit einer festeren Hose (z.B. Jeans) schaffe ich nur, wenn ich die Hose aufmache - klar, ich brauche volle Beweglichkeit aus der Hüfte, wenn ich die Bewegung ohne Beteiligung der Wirbelsäule schaffen soll.
Es gibt auch Operierte, die sich selbst bei geringfügig weniger Versteifung (z.B. nur bis L3) nicht weit genug nach vorne beugen können, um sich die Fußnägel selbst zu schneiden, und deshalb zur Fußpflege gehen (oder Partner/Partnerin, Eltern etc. helfen).
Bei oben Genanntem beziehe ich mich jeweils auf den Zustand nach mind. 1 Jahr nach OP. Anfangs kann, auch bei geringerer Versteifungsstrecke, das Beugen noch viel mehr erschwert sein, Hilfe im Alltag ist dann sowieso selbstverständlich nötig.
Viele Grüße,
Raven
bei meiner Versteifung bis L5 geht das nur noch aus der Hüfte. Ich kann das, wenn nötig (Schuhe binden, Fußnägel schneiden etc.), würde aber keine Übungen durchführen, die häufiges Beugen erfordern, und sitze z.B. auch selbstverständlich aufrecht, nicht vornüber gebeugt.Finniman hat geschrieben:Okay, und wie sieht es aus mit dem nach vorne beugen nach der Op bei dir?
Wenn ich kleine Gegenstände bearbeite (ich mache hobbymäßig Modellbau), stelle ich die auf dem Tisch auf eine Erhöhung, anstatt mich irgendwie runterzuzwängen. Häufiges und langes Beugen führt bei mir nämlich rasch zu Schmerzen.
Solche Bewegungen werden z.T. je nach Kleidungswahl noch erschwert; Schuhe binden mit einer festeren Hose (z.B. Jeans) schaffe ich nur, wenn ich die Hose aufmache - klar, ich brauche volle Beweglichkeit aus der Hüfte, wenn ich die Bewegung ohne Beteiligung der Wirbelsäule schaffen soll.
Es gibt auch Operierte, die sich selbst bei geringfügig weniger Versteifung (z.B. nur bis L3) nicht weit genug nach vorne beugen können, um sich die Fußnägel selbst zu schneiden, und deshalb zur Fußpflege gehen (oder Partner/Partnerin, Eltern etc. helfen).
Bei oben Genanntem beziehe ich mich jeweils auf den Zustand nach mind. 1 Jahr nach OP. Anfangs kann, auch bei geringerer Versteifungsstrecke, das Beugen noch viel mehr erschwert sein, Hilfe im Alltag ist dann sowieso selbstverständlich nötig.
Viele Grüße,
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Re: Muskelaufbau nach Skoliose-Op?
Ja, ein korsett trage ich seit fast 2 Jahren.
Ist man nach der Op so unbeweglich wie mit Korsett? :o
Ist man nach der Op so unbeweglich wie mit Korsett? :o
- Kaffeetrinker
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Re: Muskelaufbau nach Skoliose-Op?
Je länger die Strecke ist desto unbeweglicher wird man, bzw müssen die anderen Wirbelkörper und Bandscheiben ganz andere Kräfte abfangen.
- Raven
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Re: Muskelaufbau nach Skoliose-Op?
Hallo Finniman,
Das
Beispiel: Ich habe einen technischen Studiengang hinter mir, jedoch wohlweislich eine Fachrichtung ausgewählt, in der ich hinterher komplett am Computer arbeiten kann (das klappt super). Ich musste jedoch Labor- und Werkstattpraktika durchführen, die für mich an die Grenze der Belastung gingen und täglich so gepfefferte Schmerzen hinterließen, wie ich das sonst nicht kannte:
In Hocke arbeiten, mal halb übergebeugt stehend an einem relativ niedrigen Tisch (irgendwie komme ich da schon aus der Hüfte und L5/S1 runter, aber...), mal irgendwo schnell noch unter einem Tisch ein Gerät hervorziehen, keine ergonomischen Stühle sondern einfach auf "irgendwas" sitzen, dann wieder Über-Kopf-Arbeiten (Arme längere Zeit nach oben gestreckt), bodennah etwas verkabeln... Andauernd solche Körperhaltungen:
http://www.diakonie-michaelshoven.de/ty ... 9fb62c.jpg
http://www.ethlife.ethz.ch/archive_arti ... pg%3Fhires
http://www.nuermont.de/blog/images/11-1 ... iker-1.jpg
Diese Körperhaltungen kann ich mal kurz einnehmen, werden aber schnell belastend (ich habe da jeden Tag fünf Stunden gearbeitet).
Viele Grüße,
Raven
ich bin trotz der langstreckigen Versteifung etwas beweglicher als mit Korsett. Die oft im Korsett vorkommende Bewegungseinschränkung in Armen und Hüfte habe ich mit der Versteifung natürlich nicht. Dennoch finde ich es lohnenswert, es vor einer OP mit einem Korsett zu versuchen.Finniman hat geschrieben:Ja, ein korsett trage ich seit fast 2 Jahren.
Ist man nach der Op so unbeweglich wie mit Korsett? :o
Das
kann ich auf jeden Fall bestätigen. Wenn irgendwelche Tätigkeiten in Richtung Heben aus ungünstigen Positionen (muss nicht mal schwer sein), Stehen in ungünstigen Positionen etc. gehen, wird es für mich schnell sehr mühsam, schmerzhaft.Kaffeetrinker hat geschrieben:Je länger die Strecke ist desto unbeweglicher wird man, bzw müssen die anderen Wirbelkörper und Bandscheiben ganz andere Kräfte abfangen.
Beispiel: Ich habe einen technischen Studiengang hinter mir, jedoch wohlweislich eine Fachrichtung ausgewählt, in der ich hinterher komplett am Computer arbeiten kann (das klappt super). Ich musste jedoch Labor- und Werkstattpraktika durchführen, die für mich an die Grenze der Belastung gingen und täglich so gepfefferte Schmerzen hinterließen, wie ich das sonst nicht kannte:
In Hocke arbeiten, mal halb übergebeugt stehend an einem relativ niedrigen Tisch (irgendwie komme ich da schon aus der Hüfte und L5/S1 runter, aber...), mal irgendwo schnell noch unter einem Tisch ein Gerät hervorziehen, keine ergonomischen Stühle sondern einfach auf "irgendwas" sitzen, dann wieder Über-Kopf-Arbeiten (Arme längere Zeit nach oben gestreckt), bodennah etwas verkabeln... Andauernd solche Körperhaltungen:
http://www.diakonie-michaelshoven.de/ty ... 9fb62c.jpg
http://www.ethlife.ethz.ch/archive_arti ... pg%3Fhires
http://www.nuermont.de/blog/images/11-1 ... iker-1.jpg
Diese Körperhaltungen kann ich mal kurz einnehmen, werden aber schnell belastend (ich habe da jeden Tag fünf Stunden gearbeitet).
Viele Grüße,
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