Bitte um Hilfe/Ratschläge

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
Mehus
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Bitte um Hilfe/Ratschläge

Beitrag von Mehus »

Hallo,
ich würde kurz meine Geschichte hier Vorstellen. Ich bin 27 Jahre alt. Mit 16 Jahren habe ich eine Verkrümmung meiner Wirbelsäule Festgestellt. Meine Eltern hielten es da für eine Haltung die leider bei Jugendlichen in diesem Alter "normal" war. Diese breiten Hosen, HipHop und dieses rumlungern waren damals modern - welch Jugensünde :tot: .
Im Verlauf stellte sich im oberen Rückenbereich eine deutlcihe Krümmung/Buckel ein. Mit 20 Jahren fing ich an gegen dieses "Ding" vorzugehen. Kraftaufbau (kontrolliert) am Rücken und Dehnung des Brustmuskels um die Schultern wieder zurückzubekommen waren angesagt. Dies dann Kombinert mit KG half zu dem Status den der Rücken heute hat. Vorher war es bedeutend schlimmer, leider habe ich kein geeignertes Vergleichsbild.
Eine Diagnose wurde nie gemacht da ich beruflich einer Dienstfähigkeit unterliege die Scheuermann/Kyphosen etc. nicht mit einschließt. Deswegen waren Ortopäde etc. für mich nicht möglich. Ich habe aber Jahre im Krankenhaus gearbeitet wo man (Gottseidank für mich) Ärzte und Kg hat :-).

So, dies war ein kleiner Auszug. Aktuell habe ich Schmerzen im Rücken auf Höhe der Stärksten Krümmung der BWS. Teilweise Schmerzen im Brustbein die sich immer nach Herzschmerzen anfühlen. Ich nehme kein Schmerzmittel, halte es so gut aus. Massive Probleme habe ich beim sitzen da ich immer gedrückter Sitze mit der Zeit und dies auch dann immer verstärkter im Rundrücken merke.
Ein weiteres für mich massives Problem ist das mein Hals diese Beuge hat und deswegen mein Kopf und Blick ständig nach unten ist und nicht gerade aus. Dies macht teils auch psychisch was aus. Eine demütige Haltung, nicht sehr selbstbewusst. Man merkt dies als schleichender Prozess.

Ich habe mal ein paar Bilder angehängt. Einmal im stehen bei max. Streckung, beim Bücken und in normaler Haltung.

Was ich mir mit diesem Beitrag erwarte? Eine Erfahrung und Einschätzung anderer, Empfehlungen über weitere Vorgehensweise etc. . Ich selbst wohne in der Nähe von Stuttgart (80km) :D , da soll es ja einen Arzt geben hehe. Habe eine Bekannte Internistin - falls ich davor eine Mrt etc. brauche kein Problem.
Ich selbst bin Privat versichert, habe keine Lust von Ärtzen hier herumgedoktert zu bekommen nur weil sie an mir sehr gut verdienen. Lieber zu jemand der Ahnung hat und ich auch ein Erfolg/Gewissheit habe.

So genug des Textes und vielen Dank an alle die bis hierhin gelesen haben.

Mfg

Manuel
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Max. Streckung
Max. Streckung
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Bewusste Normalhaltung, Unbeswusst noch etwas "gestauchter"
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Klaus
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Re: Bitte um Hilfe/Ratschläge

Beitrag von Klaus »

Hallo manuel,
Ich selbst wohne in der Nähe von Stuttgart (80km) :D , da soll es ja einen Arzt geben hehe. Habe eine Bekannte Internistin - falls ich davor eine Mrt etc. brauche kein Problem.
Dr. Hoffmann ist sicherlich das beste, was Du machen kannst. Er erstellt die nötige Röntgen-Aufnahmen der gesamten Wirbelsäule. Ein MRT ist unnötig und auch nicht erwünscht, weil Du da im Liegen erfasst wirst, was die Situation verfälscht.
Bei ungeklärten Schmerzen würde man darauf zurückgreifen, aber bei Fehlstellungen wie Rundrücken (Hyperkyphose) ist zunächst mal davon auszugehen, dass dieser Auslöser für die Beschwerden sein kann.

Deine Fotos zeigen erst mal nichts dramatisches, dazu muss man aber wissen, das zwischen dem optischen Eindruck und der tatsächlichen Situation erhebliche Unterschiede bestehen können.

Die maximale Streckung zeigt sicherlich ungewollt Dein Hohlkreuz (Hyperlordose), in das man in dieser Situation automatisch kommt. Die Struktur-Verkürzungen (Muskeln, Bänder und Sehnen) sind der Auslöser dafür und sorgen auch in "Normalstellung" für die offensichtliche Steilstellung Deiner HWS, die den Kopf leicht nach unten kippt.
Das funktioniert meistens nach dem Prinzip, dass die Wirbelsäule bei Fehlstellungen immer einen Ausgleich versucht, der nach dem Motto "Kopf in Achse über dem Knie" geht. Das sieht man in den Fotos nicht.
Ich selbst bin Privat versichert, habe keine Lust von Ärtzen hier herumgedoktert zu bekommen nur weil sie an mir sehr gut verdienen. Lieber zu jemand der Ahnung hat und ich auch ein Erfolg/Gewissheit habe.
Also Dr. Hoffmann ist ein normal niedergelassener Orthopäde mit Kassenzulassung. Bei der ersten auch notwendigen ausführlichen Beratung ist für Kassenpatienten ein zusätzlicher privater Betrag von 65€ erforderlich. Insofern könnte man von Vorteilen bei der privaten Versorgung reden. Andere Spezialisten machen das aber nicht. Deshalb ist die kompetente Versorgung bei Fehlstellungen ausschliesslich eine Sache, die man selber gezielt in die Wege leiten muss, weil eben die meisten Orthopäden diesbezüglich inkompetent bzw. überfordert sind. Leider!

Für Privatpatienten gibt es im Gegenteil eher Nachteile. Eine spezielle Schroth REHA z.Bsp. kann je nach Versicherer ziemlich ins Geld gehen, während Kassenpatienten im günstigsten Fall überhaupt nichts bezahlen.

Gruß
Klaus
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Re: Bitte um Hilfe/Ratschläge

Beitrag von skoliose-gondelsheim »

Hallo!!

Ich bin Klaus' Meinung!
Bei Dr. Hoffmann bist du sicherlich gut aufgehoben.
Schon allein um das Fortschreiten deiner Krümmung zu stoppen und vor allem um deine Schmerzen zu lindern!
Was tut dir denn gut?
Ruhe oder Bewegung oder Wärme?

Grüße Tanja
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Mehus
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Re: Bitte um Hilfe/Ratschläge

Beitrag von Mehus »

Hallo,
vielen Dank für die ausführliche Antwort. Denke ich werde 100% einen Termin bei Dr. Hoffmann machen. Würde nur gerne noch etwas hier mehr erfahren - was ich mit der ersten Antort schon sehr gut gemacht haben :top: .

Das mit der Neigung des Kopfes ist für mich sehr schlimm, im Laufe des Tages fällt es immer schwerer den Kopf nach hinten zu ziehen und somit gerade auszuschauen. Kaum habe ich ihn oben werde ich abgelenkt und dann ist alles wieder auf "Normalstellung".

Und dann ist noch dieser "Buckel", selbst wenn ich mich gerade hinlege auf den Boden merke ich beim zusammenrollen des Körpers auf Höhe des "Buckels" wie etwa 10cm der Wirbelsäule sich nach ausen drücken. Damit habe ich auch beim Sport ein Problem, beim Judo (oje jetzt gibts ärger wegen dem Sport :D ) falle ich immer auf diese 10cm und dann der "Buckel" und dann erst der restliche Rücken mit Schultern. Sollte so eigentlich nicht sein.

Ergänzend sollte ich evtl. schreiben das ich bei komplett durchgestrecktem Rücken von der Atmung teilweise behindert werde. Eine normale Atmung ist in diesem Fall nicht 100% (durchatmen), die Atmung fällt eher flach aus. Was mich ja auch wieder in die "Normalhaltung" für mich zwängt.

Muskeln und Bänder wurden alle gedehnt, vorallem Schultergürtel und Brustmuskeln. Untrainert ist der Rückentrecker, Bauchmuskel und Schultergürtel auch nicht. Stabilität sollte eigentlich somit vorhanden sein.
Ich kippe dennich immer wieder aus der gerade Haltung in diese ?Haltung zurück.

Aber wie gesagt es war vor ca. 5 jahren bedeutend schlimmer von der Krümmung, nur sehe ich jetzt kein Fortschritt mehr, aber auch nach hinten geht nichts mehr. Wie wenn sich der Körper mit meinem momentanen Plan aus Haltungstraining und Muskeltraining auf diese Haltung eingestellt hat.

Ehrlich gesagt wäre mir am liebsten ein Korsett das mein Körper lernt diese gerade Haltung einzunehmen und sich daran gewöhnt. Begleitend mit einem Muskeltraining und Haltungsschule wäre es evtl. perfekt - Nur ob sich das so leicht umsetzen lääst :lach: .

Achso, was mir hilft wurde gefragt, akutell hilft mir bewegung und rückenschwimmen. Wärme oder Kälte sind nicht so meine Dinge.

Gruß

Manuel
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Re: Bitte um Hilfe/Ratschläge

Beitrag von skoliose-gondelsheim »

Hallo Manuel!!!

Also prinzipiell hast du Recht, eine Haltungsschulung und Kräftigung der richtigen Muskelgruppen sind sehr wichtig!!!
Du hast erwähnt, dass deine Bauch- und Rückenmuskeln untrainiert sind, die sind aber extrem wichtig für eine gute Haltung!!
Die Bauchmuskeln stabilisieren von vorne die Rückenmuskeln von hinten.
Also da besteht bei dir auf jeden Fall Trainingsbedarf!!

Dass du Probleme beim Aufrichten deiner Halswirbelsäule hast kann einige Gründe haben!
So wie du die Problematik beschreibst hört er sich nach Ermüdung der Muskulatur an, welche die HWS aufrichtet!
Probier ruhig deinen Hals lang zu machen bzw. zu strecken im aufrechten Stand oder im aufrechten Sitz!!! Vergiss nur nicht dass deine Nasenspitze immer nach vorne zeigt, dass du keine Lordose in der HWS provozierst!
Probiers immer mal wieder über den Tag verteilt!

Das ist eine gute Entscheidung dir einen Termin in Leonberg zu holen!

Grüße Tanja
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Mehus
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Re: Bitte um Hilfe/Ratschläge

Beitrag von Mehus »

Hallo,
ich schrieb: Untrainert ist der Rückentrecker, Bauchmuskel und Schultergürtel auch nicht. Das sind gerade die Muskeln die ich ja trainiere. Allein durch den Sport werden diese Muskeln seit 5 Jahren 3x die Woche belastet.
Gruß
Manuel
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Re: Bitte um Hilfe/Ratschläge

Beitrag von Dolphingirl94 »

Hallo Mehus,

Gerade falsches Training kann die Fehlhaltung aber noch begünstigen. Da du nicht weißt, wie du korrigiert bist, trainierst du wahrscheinlich genau in die Fehlhaltung hinein. Von diesem Training würde ich an deiner Stelle bis auf weiteres (d.h. bis du bei Dr. Hoffmann warst) absehen.

LG, Dolphingirl
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Força
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Re: Bitte um Hilfe/Ratschläge

Beitrag von Força »

Was ich tun würde:

Zuerst eine aktuelle Ganzkörperröntgenaufnahme bei Dr. Hoffmann, um überhaupt zu sehen wie es innen drin aussieht, oftmals schätzt man das von außen anders ein als es sich erpuppt.

Da es ja nicht allein auf die Cob Winkel, also den Krümmungsgrad ankommt sondern auch auf die Rotation, dein Lot!, die Bänder, Sehnen, etc. ankommt muss aber auch all das mit einbezogen werde, und deine Beweglichkeit, wie viel und auf welche Art und Weise du dich bei Arbeit, in Freizeit bewegst, etc.

Schau was Dr. Hoffmann dazu sagt und was die Aufnahme zeigt. Schau wie beweglich du noch bist und was die Möglichkeiten sind.
Ein Arzt der viele viele viele ähnliche Fälle gesehen hat und koservativ behandelt ist dein Mann N°1 :)


Sehr positiv aufgefallen ist mir dass du deinen Rücken sachlich ernst nimmst und auch ein gutes Bewusstsein hierfür zu haben scheinst. WIllkommen im Forum übrigens!

Was ich noch fragen wollte: Warum darf das denn nicht sein offiziell mit der Hyperlordose wegen Dienstfähigkeit?
Kannst ja so den Arbeitsplatz gar nich aufstocken :( Sitzt du am PC? Unbedingt Schreibtisch, Stuhl und Monitor(e) von der Höhe richtig einstellen, und zum Sitzen was überlegen was dich in eine gute Haltung bringt.

Aber eins nach dem Anderen, geh zu Herrn Hoffmann, unbedingt, und lass uns wissen was der sagt, ja?

LG, J
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Mehus
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Re: Bitte um Hilfe/Ratschläge

Beitrag von Mehus »

Das mit dem falschen Training leuchtet mir ein, wenn ich alleine die Übungen mache kann ich ja denken ich bin gerade, bin es aber nicht. Habe bis jetzt immer den Kopf nach oben gezogen wie wenn ein Seil dran befestigt wäre. Dann sehr langsam die Übungen, weiterhin Rudern im liegen, Schultergürtel im liegen und an der Wand gelehnt.
Wenn ich jedoch das training weglasse werden die Schmerzen in kürzester Zeit wieder sehr präsent sein. Da ich erst nächstes jahr zu Dr. Hoffmann gehe kann, wäre zu überlegen ob ich bis dahin nicht die Übungen weiter mache. Was meint ihr, lieber mit verringerter Intensität weitermachen als gar nichts? Oder das ganze wirklich lassen um zu schauen wie es dann ist.

Was ich noch gerne zu Klaus seinem Staz "Die Fotos zeigen erstmal nichts dramatisches" gerne wissen würde: Auf was muss ich mich ca. einstellen (nur die Richtung nicht die Diagnose - falls die einer weiß natürlich auch gerne). Scheuermann, Kyphose BWS, und mit dem Hohlkreuz. Ist dieses bei mir defomiert. Weiterhin der Hals, bekomme ich den "Buckel" weg und gestreckt ist mein Hals und Blick auch wieder gerade. Evtl. ist es gar nicht so schlimm und ich habe gar nichts oder ich habe warscheinlich was und das wäre gut behandelbar.
Bekommt man bei sowas eigentlich ein Korsett zur Aufrichtung, vergleiche das Akutell gerade mit Einlagen die man bekommt bei Fehlstellungen des Fußes um diesen wieder gerade laufen zu lernen. Hatte ich nach einer Umknickverletzung und mein Fuß wollte ständig im Unterbewusstein in die Schonhaltung auf die Seite.

Zu der Diensttauglichkeit, ich arbeite fürs Land, die haben da ihre Richtlinien wie z.B. die Einstufung bei der Bundeswehr. Einen Arbeitsplatz mit eingestellten Schreibtisch und ergonomischen Stuhl werde ich wohl vergebens bei Vadder Staat suchen :lach: .

Einen lieben Gruß und Dank an alle

Manuel
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Re: Bitte um Hilfe/Ratschläge

Beitrag von Força »

also ich würde auf keinen Fall ein Jahr mehr warten, oder meinst du bis Januar?

Mein Vater ist auch Beamter, das hatte aber echt nich immer Vorteile für ihn...

Ich habe von Ärzten auch schon geraten bekommen bei Schmerzen halt Schmerzmittel zu nehmen. Ich dachte - spinnen die? Ich bin IT'ler, ich finde der Job muss zu meiner Gesundheit und meinem Leben passen und nich umgekehrt. Ich kann sehr wohl vor nem PC arbeiten, muss halt dann anders ausgleichen und den Arbeitsplatz mir anpassen oder Korsett tragen (hab starke Hyperlordose, die tut immer weh mitlerweile)

Wenn lange Sitzen so nicht geht dann muss ich eben langfristig was anderes suchen oder kreativ weiter denken, zb die Höhe manuell einstellen. Wie is dein Schreibtisch denn, ist dein Stuhl verstellbar? Du könntest ja einfach was unterlegen, kleine Holzklötze je Tischbein oder so. den MOnitor anders auch erhöhen, die Kollegen dürfen es doch wissen, oder nicht? Ansonsten sagste halt du hast Rückenschmerzen und das hilft dir, fertig aus.


ich hoffe du bist Vater Staat nicht so treu dass du deine Gesundheit nach deiner Arbeit anstellst. Ja, wir leben in einer schwierigen Welt diesbezüglich, aber mit viel Mühe denk ich kann man schon seine Situation verbessern, und du sicherlich, weil sonst wärste ja jetz nich hier angemeldet :)

Also - in einem Jahr oder Anfang 2013? Für zweiteres kann/sollte man nämlich bereits nen Termin ausmachen :)
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Mehus
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Re: Bitte um Hilfe/Ratschläge

Beitrag von Mehus »

Nein nein nicht 1 Jahr ;D , ich werde schauen das ich demnächst einen Termin für Januar Februar bekomme. Denke die haben ja Vorlaufzeit und warten nicht grad auf mich haha.

Das mit dem Schreibtisch ist so ne Sache, wir sind 4 Leute die an dem Schreibtisch sitzen, ich bin auch nicht ständig da. Die hälfte des Tages bin ich auf meinen Beinen unterwegs.
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Klaus
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Re: Bitte um Hilfe/Ratschläge

Beitrag von Klaus »

mehus hat geschrieben:ich werde schauen das ich demnächst einen Termin für Januar Februar bekomme. Denke die haben ja Vorlaufzeit und warten nicht grad auf mich haha.
Bei Dr. Hoffmann geht es ziemlich schnell, insbesondere wenn man bedenkt, wie lange man sonst bei inkompetenten Orthopäden warten muss.
Was ich noch gerne zu Klaus seinem Staz "Die Fotos zeigen erstmal nichts dramatisches" gerne wissen würde: Auf was muss ich mich ca. einstellen (nur die Richtung nicht die Diagnose - falls die einer weiß natürlich auch gerne). Scheuermann, Kyphose BWS, und mit dem Hohlkreuz. Ist dieses bei mir defomiert. Weiterhin der Hals, bekomme ich den "Buckel" weg und gestreckt ist mein Hals und Blick auch wieder gerade. Evtl. ist es gar nicht so schlimm und ich habe gar nichts oder ich habe warscheinlich was und das wäre gut behandelbar.
Bekommt man bei sowas eigentlich ein Korsett zur Aufrichtung,
Manuel, ich habe ja versucht, grundsätzlich zu erklären, wie die Zusammenhänge bei Fehlstellungen sind. Und Dolphingirl hat zu recht gesagt, dass Du wahrscheinlich unbewusst in die Fehlstellung hineintrainierst. Wie schon gesagt, Dein Foto mit der gestreckten Haltung zeigt ja eindeutig eine Hyperlordose und diese Streckung vollziehst Du möglicherweise bei den unterschiedlichsten Übungen. Es reicht also nicht, sich auf die HWS und den Schultergürtel mit Dehnungen zu konzentrieren !!

Man muss wirklich die Wirbelsäule im Gesamtzusammenhang sehen und dazu ist in erster Linie eine konkrete Diagnose erforderlich, die nicht nur aus einem Röntgenbild mit entsprechenden Gradzahlen besteht !
Es wird auch der Anteil von Fehlhaltung getestet. Die Fehlhaltung ist die Haltung, aus der man sich aus eigener Kraft aufrichten kann. (Deine gestreckte Haltung, aber mit Verkürzung in der LWS!) Und darüber hinaus kann der Arzt dann mit entsprechenden Griffen testen, wie weit die Beweglichkeit eine weitere Aufrichtung bzw. Korrektur zulässt. Zur Korrektur ist grundsätzlich zu sagen, dass die sich immer auf die gesamte WS auswirkt, also LWS und BWS Korrekturen wirken auch auf die HWS und in wahrscheinlich geringeren Ausmaß auch umgekehrt.

Daraus kann dann geschlossen werden, wie stark und wo verkürzte Strukturen sind und wie die Möglichkeiten generell sind. Auch die eines evtl. Korsetts. Wohlgemerkt, Möglichkeiten, die keiner im Endergebnis 100% einschätzen kann. Aber die Erfahrungsberichte zeigen, dass da individuell unterschiedlich ein hohes positives Potential besteht.

Deswegen tun wir uns hier immer schwer, irgendwelche Einschätzungen zur Behandlung zu machen. Andrerseits macht es aber durchaus Sinn, sich vor einem Besuch, auch eines Spezialisten, grundsätzlich mit der eigenen Situation vertraut zu machen.

Und noch eine Sache zur Dehnung. Du glaubst nicht, wo überall Verkürzungen auftreten können. Bei Hyperkyphose/Hyperlordose sind die auch sehr oft in der Oberschenkelmuskulatur zu finden.

Gruß
Klaus
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Re: Bitte um Hilfe/Ratschläge

Beitrag von Mehus »

Vielen Dank für die ausfürhliche Erläuterung Klaus. Das mit dem Training in Fehlhaltung leuchtet ein, warscheinlich wird es ja auch so gewesen sein, ich dachte nur ich mache es richtig weil es mein Gefühl sagte.
Bin wirklich mal gespannt was bei der ganzen Geschichte rauskommt und wo ich dann stehen werde. Andere hier im Forum hat es ja weit schlimmer als mich getroffen.
Würde genrell ein Korsett auch bei jemand Anwendung finden wenn er kein Scheuermann hat und eine Fehlhaltung die man wegtrainieren (durch entsprechnde KG) kann. Sprich als Unterstützende Maßnahme so das sich der Körper auch an den richtigen Gang/Haltung gewöhnt. Denke für mich man sollte sich auch mit dem Korsett auseinandersetzen, es ist schon eine Sache die man dann eine Zeitlang hat und von der Natur am Körper nicht vorgesehen ist. Man sieht ja immer die neugierigen Blicke der anderen wenn man etwas an einem Meschen sieht das da so eigentlich nicht "hingehört". Wobei mich das aber warscheinlich (denke ich jetzt) nicht stören würde.
Gruß
Manuel
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Klaus
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Re: Bitte um Hilfe/Ratschläge

Beitrag von Klaus »

Mehus hat geschrieben:..ich dachte nur ich mache es richtig weil es mein Gefühl sagte.
Deswegen auch eine stationäre Schroth REHA, wo man das richtige Körpergefühl bekommt. Nicht umsonst dauert so etwas 3-4 Wochen.
Würde genrell ein Korsett auch bei jemand Anwendung finden wenn er kein Scheuermann hat und eine Fehlhaltung die man wegtrainieren (durch entsprechnde KG) kann. Sprich als Unterstützende Maßnahme so das sich der Körper auch an den richtigen Gang/Haltung gewöhnt. Denke für mich man sollte sich auch mit dem Korsett auseinandersetzen, es ist schon eine Sache die man dann eine Zeitlang hat und von der Natur am Körper nicht vorgesehen ist.
Zunächst mal geht es um die Korrektur von Fehlstellungen/Haltungen. Dabei spielt der Auslöser Morbus Scheuermann (mit 27 schon längst abgelaufen) nur die Rolle, dass die meist auftretenden Keilwirbel eine Korrektur erschweren. Mit zunehmenden Alter gibt es auch die Möglichkeit von Ausbildung von Knochenspangen zwischen den Wirbeln. Das ist sozusagen die Eigenhilfe des Körpers, um weitere Verschlimmerung zu vermeiden. Das macht dann natürlich eine Korrektur unmöglich.
In erster Linie ist das Korsett bei Erwachsenen aber ein Mittel, um die Schmerzen zu bekämpfen. Dabei spielt natürlich die Korrektur eine Rolle, denn die Schmerzen gab es ja bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht.

Ein Erwachsenen-Korsett kann aber auch eine unterstützende Maßnahme sein, um z.Bsp. Schroth KG erst richtig zu ermöglichen. Also EXTRA-Dehnung von verkürzten Strukturen, die mit normalen Mitteln nicht zu erreichen sind.
Die Anwendungen sind also durchaus vielseitig, es kommt ganz auf die individuelle Situation an.

Nur man sollte sich im Klaren darüber sein, dass dies eben auch eine sehr unterschiedliche Anwendungsdauer bedeuten kann. Die von Dir beschriebene "eine Zeit lang" bedeutet z. Bsp. bei der Schmerzbekämpfung oft ein Leben lang, wenngleich mit der Zeit das tägliche Tragen je nach Situation reduziert werden kann.

Deswegen würde ich immer mit dem gezielten aktiven Muskeltraining (Schroth KG) anfangen, weil ein natürliches Korsett immer vorzuziehen ist, wenn es irgendwie geht.

Gruß
Klaus
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Re: Bitte um Hilfe/Ratschläge

Beitrag von Mehus »

Ich weiß wer Ende des Monats zu Dr. Hoffmann nach Leonberg fährt :D .
Bin wirklich sehr gespannt was rauskommt und werde dann berichten wenn ich wieder zu hause bin. Freue mich schon.
Gruß
Manuel
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Re: Bitte um Hilfe/Ratschläge

Beitrag von Klaus »

Mehus hat geschrieben:Ich weiß wer Ende des Monats zu Dr. Hoffmann nach Leonberg fährt :D .
Hat Dich sicherlich selbst überrascht, wie schnell das geht oder?

Mach Dir auf jeden Fall einen Zettel mit möglichen Fragen, die Zeit ist erfahrungsgemäss dann gefühlt sehr kurz.

Gruß
Klaus
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Re: Bitte um Hilfe/Ratschläge

Beitrag von Mehus »

Bin wieder zurück,

also wirklich wirklich sehr zu empfehlen Dr. Hoffmann in Leonberg. Man konnte wirklich sehen der Mann weiß was er macht.
Habe ein Rontgenmarathon hinter mir Wirbelssäule Vo./Hi/Becken.
Dann ins Behandlungszimmer: Ein Beckenschiefstand und eine Beckenpfanne ist kleiner. Der Schiefstand ist nur gering und hat somit im Bereich des Herzens die Wirbelsäule etwas verkrümmt. Dr. Hoffmann sagte das man das am besten so lässt da es wirklich nicht gravierend ist.
Weiterhin Cobb Winkel von gemessenen 62 Grad in der BWS.

Dann gings zur Laservermessung. Hier errechnete der Computer einen Cobb Winkel von 52 Grad.

Das gute ist ich kann mich max. aufrichten und genau diesen Zustand will Dr. Hoffmann haben (ich natürlich auch :lach: ). Ich sollte gleich im Anschluss zum Corsetbauer, dieser sagte leider ab da er keine Form für den Abdruck frei hat. Ist halt auch Freitag. Jetzt muss ich nochmal nach Stutgart und bekomme ein Korsett angepasst.
KG und Schroth Reha wurden nicht erwähnt. Ich habe statt KG ihm gesagt das ich von einem Diplomsportlehrer für Reha betrut werden kann. Dies wäre anscheined o.k.
Die Schrothreha kommt evtl. von ihm noch im laufe der Gespräche.

Ich bin sehr dankbar hier so gut beraten worden zu sein und zu Dr. Hoffmann geschickt wurde. Es hat sich wirklich gelohnt.


Gruß

Manuel
Lya500
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Fusionsstrecke von Th2-L3 mit dem OMS-Implantat, dorsales Release von Th2-L3 bds.
Restkrümmung 40°

Re: Bitte um Hilfe/Ratschläge

Beitrag von Lya500 »

Hallo Mehus,

das hört sich doch alles gut an und schön, dass du so zufrieden bei Dr.Hoffmann warst.

Ich drücke dir für die Genehmigung des Korsetts schon einmal kräftig die Daumen :top: .

Viele Grüße

Lya
Mehus
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Re: Bitte um Hilfe/Ratschläge

Beitrag von Mehus »

Ich habe mit der Kasse schon gesprochen, diese übernimmt die Kosten. Da ich Beamter bin muss ich am Montag erst mit der Beihilfe reden ob diese die anderen 50% übernimmt.
Ich hoffe mal ja :D

Hab ihn ganz vergessen zu fragen wie jetzt seine genauen Diagnosen heißen würden. Ist 52 Grad in der Laservermessung bzw. 62 Grad am Röntgenbild ein Scheuermann?

Gruß

Manuel
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Re: Bitte um Hilfe/Ratschläge

Beitrag von Lya500 »

Huhu Mehus,
Mehus hat geschrieben:Da ich Beamter bin muss ich am Montag erst mit der Beihilfe reden ob diese die anderen 50% übernimmt.


Na, dann hoffen wir mal, dass es da keine Querköpfe gibt. :D .

Der Morbus Scheuermann ist in deinem Fall schon längst abgelaufen, wahrscheinlich hattest du diesen in deiner Jugend, ein Rundrücken ( Hyperkyphose) ist meist die Spätfolge und natürlich können, aber meistens erst im Erwachsenenalter Schmerzen entstehen, mit entprechender KG z.B nach Schroth, die überwiegend und größtenteils in der Skoliose-Behandlung Anwendung findet, aber auch einige Kyphotiker profitieren mittlerweile davon und werden oftmals wieder schmerzfrei. Es kommt immer darauf an, wie beweglich die Wirbelsäule noch ist und vor allem,ob sich Keilwirbel gebildet haben oder auch Knochenspangen, in diesem Falle ist eine Aufrichtung meist wesentlich erschwerter. Wichtig ist jetzt, dass du deine Muskulatur aufbaust, vor allem Bauchmuskeltraining ist wichtig, dass lernt man aber auch während einer Reha, oder in ambulanten KG Praxen. Kleiner Tipp, besorge dir einen Pezzi-Ball auf dem kann man gut Übungen ausführen, die Übungen findest du im Internet, oder du lernst sie ebenfalls in einer Reha. Auch die Übungen nach Alois Brügger, die ich ebenfalls in meiner Reha kennengelernt habe, finde ich zum Teil noch besser als die reine Schroth KG zumindest für Kyphotiker. Ist auf jeden Fall einfacher zu merken. ;D

Mit der Laservermessung kenne ich mich nicht aus, oder meinst du eine 3D-Vermessung? Von Laservermessungen halte ich persönlich nicht viel und sie kosten auch eine Menge Geld. Ich denke mal, dass die 62° auf dem Röbi, die Dr.Hoffmann ausgerechnet hat maßgebend sind. Eine Kyphose wird meist nach Stagnara gemessen, eine Skoliose nach Cobb.

Gruß
Lya
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